Klimakonferenz
Das Klima erreicht einen neuen Gipfel
Der globale Klimawandel ist eine Realität. Was die Klimaforscher schon lange wissen, ist mit deutlicher Verzögerung bei den Politikern angekommen. Naturkatastrophen werden zunehmen und parallel dazu die wirtschaftlichen Folgekosten. Delegierte aus 193 Staaten wollen in Kopenhagen nun endlich umsetzen, was 1992 mit der Klimakonvention von Rio so hoffnungsvoll begann.
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Seither wurde eigentlich nur viel diskutiert und wenig gehandelt. Und, soviel scheint jetzt schon sicher: In Kopenhagen wird es nicht anders sein. Die angestrebten Ziele sind zu ambitiös, die Erwartungen zu hoch. Zwar bekennt sich die Staatengemeinschaft mittlerweile uneingeschränkt zur sogenannten Zwei-Grad-Lösung.
Alle Vorbereitungskonferenzen haben gezeigt, dass die eigene Suppe immer noch am besten schmeckt. Zu verschieden sind die Interessen der Hawaiianer, der Eskimos, der Chinesen und der Malier. Der angestrebte Vertrag, der eine völkerrechtlich bindende Reduktion der Treibhausgase vorschreibt ist in seiner Komplexität kaum zu überbieten.
Die Sherpas haben ihm, dem vielleicht wichtigsten Mann an dieser Konferenz, schon mal einen Stein geschickt. Aufgelesen in der vielleicht unwirtlichsten Gegend auf dieser Erde, dem Himalaya-Massiv. Ein Symbol, dass selbst hier der Klimawandel nicht halt macht, die Temperaturen ansteigen, und die Gletscher schmelzen.
Ob US-Präsident Obama das Paket mit dem seltsamen Absender geöffnet hat, ist nicht überliefert. Sicher dagegen ist, dass die Rolle, welche die USA in Kopenhagen spielen werden, bei den Sherpas keine Freude auslösen wird.
Obama kommt mit leeren Taschen. Die Gesundheitsreform geht vor, also muss der Klimaschutz warten. Was er zu sagen hat, hat er jüngst beim Asean-Treffen in Thailand gesagt. Es würden noch viele Konferenzen durchgeführt bis das Ziel erreicht ist. Nichts Neues also!
Und die Schweiz? Die Schweiz spielt die Rolle eines ambitiösen Kleinstaates. Und das ist durchaus als Lob zu verstehen. Nicht allein deshalb, weil Bundesrat Moritz Leuenberger mit dem Öko-Zug nach Kopenhagen reist und damit ein Zeichen setzen wird.
Nein – im Klimaschutz hat die Schweiz eine Stimme. Und zwar jene von Südkorea, Mexiko, Monaco und anderer Kleinstaaten. Die Schweiz führt eine sogenannte Ländergruppe an, und das ist schon ziemlich bemerkenswert.
Brückenbauer wollen wir sein, heisst es aus dem Departement Leuenberger. Den Konsens suchen, Lösungen vorschlagen, Wege aufzeigen. Alles gute schweizerische Tugenden! Man kann gespannt sein…
Gespannt sein darf man auch, wie die Organisatoren die weltweit vielleicht grösste je durchgeführte Konferenz managen werden. Ich halte ein Auge drauf und mit mir 5000 andere Journalisten. Doch davon morgen mehr.
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M. Wurmdichnicht, Grabenschnecke
Verfasst am: 6.12.2009 19:58
Früher hiess es "globale Erwärmung".
... jetzt man sich schon nicht mehr so sicher.... mehr
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I. Ndlovu, Nelspruit
Verfasst am: 6.12.2009 19:19
Ja das Klima...
...wird einen noch hoeheren Gipfel erreichen ..... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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D. Blaser, kopenhagen
Verfasst am: 6.12.2009 16:41
Gipfel
Ich finde der gipfel ist, dass schon jetzt die... mehr
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