Schweiz
Brüder von Libyen-Geisel starten Postkarten-Solidaritätsaktion
Die beiden Brüder des in Libyen festgehaltenen Max Göldi, Christian und Moritz Göldi, haben vor der Heiliggeistkirche in Bern Postkarten von Amnesty International an die Bevölkerung verteilt. Die Karten sollen als Zeichen der Solidarität nach Libyen geschickt werden.
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«Die Karten sollen ein Zeichen sein, dass meinem Bruder und Rachid Hamdani Mut gibt», sagte Christian Göldi. Er habe bereits mit seinem Bruder telefoniert, und dieser freue sich sehr über die Karten. Christian Göldi hofft deshalb, «dass jede Schweizerin und jeder Schweizer eine Karte schickt.»
Für die Familie sei die Situation sehr schwierig, «aber wir verlieren die Zuversicht nie. Wir hoffen jeden Tag, dass er morgen da steht», sagte Christian Göldi weiter. Er wiederholte explizit die Bitte an die libysche Regierung und die Behörden, seinen Bruder und Rachid Hamdani in einem humanitären Akt nach Hause gehen zu lassen».
Die Unterstützung seitens der Schweizer Behörden sei gut, sie habe eine «professionelle Taskforce» eingesetzt. «Auch der Arbeitgeber meines Bruders, die ABB, unterstützt uns sehr, insbesondere im juristischen Bereich.» Weitere Aktionen seitens der Familie seien nicht geplant, fügte Göldi an.
Neben den Familienangehörigen verteilte in Bern rund ein Dutzend Mitarbeitende von Amnesty International die Karten, auf denen bereits ein vorformulierter Text aufgedruckt ist. Zahlreiche Passanten hielten an, um die Karten zu unterschreiben.
Insgesamt seien bisher 60'000 Karten gedruckt worden, sagte der Direktor Kampagnen bei Amnesty Schweiz. Über die Internetseite von Amnesty seien bis am Freitagmittag rund 3000 Nachrichten versandt worden. Er rechne damit, 60'000 bis 100'000 Karten nachdrucken zu müssen, sagte er weiter.
Die Solidaritätsaktion wurde ebenfalls in Genf durchgeführt. Ihr Mann sei «am Boden zerstört», sagte Bruna Hamdani, Ehefrau des festgehaltenen Rachid Hamdani. Die Aktion werde ihrem Mann und Max Göldi Mut machen, was die beiden gut gebrauchen könnten. Von der Solidarität zeigte sie sich berührt.
Ihrem Mann gehe es insbesondere nach dem Gerichtsurteil schlecht. Am Montag verurteilte ein Gericht in Libyen die Schweizer zu 16 Monaten Gefängnis. «Mein Mann fühlt sich zu Unrecht verurteilt», sagte Bruna Hamdani. Er habe seinen Anwalt angewiesen, das Urteil anzufechten, fügte sie an.
Es gebe «legitime Gründe» für eine Anfechtung, teilte auch der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB mit. Max Göldi geht daher ebenfalls in Berufung.
Göldi und Hamdani waren wegen Visavergehen zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Sie werden seit der vorübergehenden Festnahme von Hannibal Gaddafi und dessen Frau in Genf im Juli 2008 in Libyen festgehalten. Ihnen droht demnächst ein zweiter Prozess wegen unbewilligter wirtschaftlicher Tätigkeit.
Göldi und Hamdani befinden sich nach wie vor in der Schweizer Botschaft in Tripolis, wie Bundesratssprecher André Simonazzi vor den Bundeshausmedien sagte.
Das Paar Gaddafi war in Genf wegen Misshandlung von Hausangestellten festgenommen und wenige Tage später wieder freigelassen worden. Seither sind die Beziehungen zwischen Libyen und der Schweiz stark belastet.
(sda/bosy)
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E. Hasler, Zürich
Verfasst am: 5.12.2009 14:42
Nein, nein
Ich stimme Ihnen zu, dass BITTE möglichst viele,... mehr
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W. Helfer, Zürich
Verfasst am: 5.12.2009 13:16
Ich wünsche den Familien
dass sich sehr viele an dieser Aktion beteiligen... mehr
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