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Schweiz

Bankiers fürchten Geldabzug von Muslimen

Donnerstag, 3. Dezember 2009, 14:04 Uhr, Aktualisiert 04.12.2009, 0:33 Uhr

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) fürchtet, dass gewisse muslimische Kunden die Bank oder den Finanzplatz wechseln könnten. Dieser Meinung ist SBVg-Geschäftsführer Urs Roth. Und auch weitere Kritiker äussern sich zum Minarett-Verbot. Unter anderem will der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin seine Filmpremiere in Zürich boykottieren.

Auch die Schweizer Bischöfe sehen den Entscheid des Minarett-Verbots kritisch. keystone

Die Bankiervereinigung reagiert damit auf die Aussagen des türkischen Europaministers Egemen Bagis. Dieser hatte zuvor wohlhabende Muslime in aller Welt aufgerufen, ihre Vermögen aus der Schweiz abzuziehen und in der Türkei anzulegen. Es sei allerdings noch zu früh abzuschätzen, wie sich die Situation entwickeln werde, erklärte Roth vor Schweizer Medienschaffenden weiter.

Bischöfe befürchten Imageschaden für Christen

Die Schweizer Bischofskonferenz kam bei ihrer Tagung in Luzern überein, dass der Minarett-Entscheid ein Hindernis auf dem gemeinsamen Weg der Integration darstelle. «Das Bauverbot für Minarette ist Zeichen einer Krise der christlichen Identität in unserer Gesellschaft», erklärt die Konferenz.

Das Bauverbot würde auch keine Probleme im Zusammenleben mit dem Islam lösen. Es werde aber andere Folgen haben, als die meisten Ja-stimmenden Christen es wünschten. So werde es unter anderem die schwierige Lage der Christen in islamischen Ländern erschweren.

Die Bischofskonferenz verweist auch auf das Urteil des Europäischen Menschengerichtshofs, welches vor Kurzem festgelegt hat, dass Kruzifixe aus Schulräumen verbannt werden sollten. Dies sei ein weiterer Beleg für den Druck, der gegen die Sichtbarkeit von Religion ausgeübt wurde.

Boykott der Filmpremiere in Zürich

Der Leiter des Genfer Zentrums für Studien und Forschung in der arabischen Welt, Hasni Abidi, äussert sich ebenfalls kritisch über das Abstimmungs-Resultat. Er sei enttäuscht über den Mangel an Vision, den die Schweizer Regierung an den Tag gelegt habe, sagte er in der Zeitung «Die Zeit». Die Abstimmung habe gezeigt, dass die Schweizer kein Vertrauen in die Muslime hätten.

Ein persönlicher Schweiz-Boykott hat indessen der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin angekündigt. Er werde die Premiere seines neuen Films «Soul Kitchen», die Mitte Dezember in Zürich stattfindet, nicht besuchen. «Hiermit verkünde ich meinen Protest gegen den Volksentscheid der Schweiz gegen den Bau von Minaretten», schreibt Akin in einem offenen Brief.

(agenturen/gern)

Kommentare aktiv...

H. Mauler

Glashaus
Verfasst am:
4.12.2009 22:25

 

also

in meinem Umfeld stimmt das sehr wohl.Ich habe... mehr …

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B. Scheidegger

Bern
Verfasst am:
4.12.2009 17:39

 

H. Mauler, das glaube ich nicht!

Es gäbe dazu noch andere Möglichkeiten, dies... mehr …

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U. Keller

Klaeng
Verfasst am:
4.12.2009 15:17

 

P. Beutler

Nur wird die nächste Generation die Leute für... mehr …

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