Inhalt

Minarett: Türken sollen Geld aus Schweiz abziehen

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 11:05 Uhr, Aktualisiert 14:54 Uhr

Der türkische Europaminister hat wohlhabende Muslime in aller Welt aufgerufen, ihre Vermögen aus der Schweiz abzuziehen und in der Türkei anzulegen. Dies als Reaktion auf die Annahme des Minarett-Verbots.

Bild

Europaminister Egemen Bagis will das Geld seiner Landsleute in die Türkei holen. Schliesslich habe der türkische Bankensektor die jüngste Finanzkrise unbeschadet überstanden, sagte er. Zugleich rief Bagis die Schweizer auf, die «fehlerhafte Entscheidung» vom vergangenen Sonntag zu korrigieren.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Schweizer Entscheidung am Dienstag als Zeichen einer wachsenden Islamophobie in Europa gewertet.

Auch die Opposition in Ankara kritisierte den Ausgang der Abstimmung. Das Ergebnis zeige, dass westliche Werte lediglich im Rahmen des Christentums verstanden würden, sagte der Chef der nationalistischen Partei MHP, Devlet Bacheli. Der Vorsitzende der linksnationalen CHP, Deniz Baykal, forderte, die Türkei müsse Europa mit Fragen nach dem europäischen Druck auf den Islam konfrontierten.

Scharf kritisiert hat den Entscheid des Schweizer Stimmvolkes am Dienstag auch die UNO. Das Verbot sei «klar diskriminierend», sagte die Hochkommissarin für Menschenrechte.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

A. Ka, Iraq

Verfasst am: 8.12.2009 20:05

Wer ist Rassistisch

Die Türkei muss aufpassen, wenn sie die... mehr

Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

B. Scheidegger, Bern

Verfasst am: 4.12.2009 8:14

Abgesehen davon,

dass es sogar muslimische Länder gibt, welche... mehr

Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

S. Werner, Basel

Verfasst am: 4.12.2009 1:39

Hass

Die EU warten ab wie die Geier

Zustimmen
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.