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Gaddafi macht Schweizer Geiseln zweiten Prozess

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 12:08 Uhr, Aktualisiert 20:29 Uhr

Der zweite Prozess gegen die seit Juli 2008 in Libyen festgehaltenen Schweizer soll am 15. Dezember stattfinden. Die zwei Geschäftsleute müssen sich wegen «illegaler wirtschaftlicher Aktivitäten verantworten».

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Zweiter Prozess gegen Schweizer Geiseln

Am Dienstag war bekannt geworden, dass der 54-jährige Max Göldi, Länderchef Libyen des Technologiekonzerns ABB, und der 69-jährige Rachid Hamdani, der in Libyen für eine Schweizer Baufirma tätig war, Anfangs Woche wegen Verletzung von Aufenthaltsbestimmungen und Arbeitsgesetzen zu je 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden waren.

Die beiden könnten die Urteile anfechten. Zur Verhandlung waren laut einem Beamten, der nicht genannt werden wollte, keine Diplomaten oder Medienleute zugelassen gewesen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hatte am Dienstagabend lediglich die Verurteilung «wegen angeblicher Visavergehen in absentia» bestätigt.

Nach der Rückkehr der beiden Geiseln in die Schweizer Botschaft in Tripolis gab der libysche Vize-Aussenminister Khaled Kaim an, den Schweizern werde auch der Prozess wegen Steuerdelikten gemacht. Die beiden halten sich nach wie vor in der schweizerischen Botschaft in Tripolis auf. Das EDA bleibe mit den Angehörigen in engem Kontakt und koordiniere das weitere Vorgehen.

Zuvor hatte sich der Anwalt der bulgarischen Geiseln in Libyen, Emanuel Altit, zu Wort gemeldet. Der Franzose hatte die Krankenschwestern verteidigt, die acht Jahre lang in Tripolis festgehalten wurden. Er sagt, die Schweiz müsse «die Regeln des libyschen Spiels lernen».

Um das Kräfteverhältnis zu kehren, müsse die Schweiz gegen das Gerichtsurteil rekurrieren und Anwälte einschalten. «Im Moment ist meines Wissens nach kein internationaler Jurist engagiert. Das ist nicht seriös», führte Emmanuel Altit in einem Interview in der Westschweizer Zeitung «Le Matin» aus.

Die zwei Schweizer würden erst an dem Tag freigelassen, «an dem die Libyer mehr Nachteile als Vorteile haben, sie zu behalten», fügte er an. In dieser Schachpartie genüge es nicht, Visabestimmungen zu verschärfen oder libysche Staatsangehörige nicht am Weltwirtschaftsforum WEF 2010 in Davos teilnehmen zu lassen.

Laut dem Franzosen ist die Verurteilung der beiden Schweizer «bloss ein Spiel, eine Drohung.» Tripolis habe gar nicht die Mittel, um die beiden Geschäftsmänner aus der Schweizer Botschaft ins Gefängnis zu bringen. Sie mit Gewalt wegzubringen, sei keine Option, sagte Altit.

(sda/gern)

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K. Räschter, Bern

Verfasst am: 3.12.2009 10:28

@M. H., København NV

Erstens schon wieder Belehrungen aus dem Ausland.... mehr

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S. Werner, Basel

Verfasst am: 3.12.2009 9:27

Gaddafi UNO Vorsitz

Man sollte dem Diktator Gaddafi in zukunft die... mehr

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S. Werner, Basel

Verfasst am: 3.12.2009 9:13

Alle Tamo tankstellen schliessen

Tamoil sofort aus dem land verbannen,wir brauchen... mehr

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