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Weniger Rösti- als Stadt-Land-Graben

Montag, 30. November 2009, 11:24 Uhr, Aktualisiert 14:04 Uhr

Bei der Anti-Minarett-Initiative spaltet sich die Schweiz. Diesmal allerdings nicht entlang des Röstigrabens, sondern durch die Stadt-Land-Bevölkerung. Dies zeigt ein Blick auf die Ergebnisse auf Kantons-, Bezirks- und Gemeindeebene.

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Die Abstimmungskarte zeigt einen tiefen Stadt-Land-Graben. So fand die Volksinitiative für ein Verbot von Minaretten, die schweizweit auf 57,5 Prozent Ja-Stimmen kam, in ländlichen Gemeinden eine Zweidrittels-Mehrheit, wie aus Zahlen des Bundesamts für Statistik hervorgeht. Auch Agglomerations-gemeinden von Grosszentren und mittelgrossen Zentren stimmten noch mehrheitlich Ja.

Klar verworfen wurde die Initiative hauptsächlich in Grossstädten - dort erreichte sie im Schnitt nur knapp 39 Prozent Zustimmung. Auch in reichen Gemeinden wurde sie mit durchschnittlich 48,3 Prozent Ja-Stimmen abgelehnt.

Weniger akzentuiert war der Röstigraben. Am klarsten wurde die Vorlage in der italienischen Schweiz mit 68 Prozent Ja angenommen, gefolgt von der deutschen Schweiz mit 59,7 Prozent. In der Romandie konnte sich aber nur eine starke Minderheit (48,3 Prozent) für die Volksinitiative begeistern. Drei Romand-Kantone (Genf, Waadt und Neuenburg) sowie Basel-Stadt haben sie verworfen.

In Städten der französischsprachigen Schweiz kam die Initiative nur auf 45 Prozent, in jenen der deutschsprachigen auf 56 und in der italienischen Schweiz auf knapp 68 Prozent.

(sda/engf)

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