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International

Die deutsche Sympathie mit einem Minarett-Verbot

von Pascal Meier
Montag, 30. November 2009, 9:31 Uhr, Aktualisiert 13:57 Uhr

Das Schweizer Bauverbot für Minarette hat auch Politiker in Deutschland alarmiert. «Wir müssen das Ergebnis ernst nehmen», sagte CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach. Die Abstimmung sei Ausdruck einer weit verbreiteten Angst vor der Islamisierung. Dies zeigt sich in ersten Online-Umfragen in Deutschland: Eine Mehrheit will ebenfalls ein Minarett-Verbot.

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Die Umfragen der Online-Nachrichtenportale des «Spiegel» und der «Bild»-Zeitung sind zwar nicht repräsentativ, zeigen aber eine klare Tendenz: 78 Prozent der «Spiegel Online»-Leser möchten auch in Deutschland Minarette verbieten. «Schluss mit der weiteren Ausbreitung dieses religiösen Irrsinns», schreibt ein Leser. Es solle Bildung und Wissen verbreitet werden statt Dummheit und Aberglaube. An der «Spiegel»-Umfrage beteiligten sich 20'334 Personen (Stand 30. November, 9.10 Uhr).

Die gleiche Tendenz zeigt die Umfrage von «Bild-Online», an der sich bislang 30'000 Leser beteiligt haben: 82 Prozent sind der Meinung, dass «Minarette nicht in das Bild eines westeuropäischen Landes gehören».

Bild Porträt Bosbach
CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: «Wir müssen das Ergebnis ernst nehmen» reuters

Der Vorsitzender des Innenausschusses des deutschen Bundestag warnt davor, die Abstimmungsmehrheit in der Schweiz hochmütig zu kritisieren. «Das geht nach hinten los», sagte Bosbach in der «Berliner Zeitung». Er plädiere für eine offensive Debatte, wenn solche Projekte anstehen. Das deutsche Baurecht gebe genügend Möglichkeiten, zu einem vernünftigen Interessenausgleich zu kommen.

Zusammenstösse in Köln wegen Anti-Islam-Kongress (Tagesschau vom 20.09.2008)

Auch in Deutschland sorgt der Bau von Moscheen immer wieder für Diskussionen. Im September 2009 organisierte die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro Köln einen Anti-Islamisierungs-Kongress. Dieser wurde polizeilich verboten und es kam zu Gegen-Demonstrationen.

Der Bau von Moscheen sorgt ebenfalls für Diskussionen, zuletzt im Berliner Stadtteil Pankow-Heinerdorf. Dort wehrten sich Bürger gegen die Errichtung eines islamischen Gotteshauses. Ohne Erfolg. Inzwischen ist die Moschee eröffnet.

Kommentare aktiv...

T. Kamm, Zürich

Verfasst am: 5.12.2009 23:50

Online-Umfragen sind gefälscht

Die Schweizer sind wohl sehr aktiv in Deutschen... mehr

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E. Anmerkender, Deutschland

Verfasst am: 4.12.2009 19:35

Wiederholung - leider

Kein Christ wird durch einen nicht vorhandenen... mehr

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E. Anmerkender, Deutschland

Verfasst am: 4.12.2009 19:19

Simpel gesagt:

Ob Kopftuchverbot oder Kreuzverbot in der Schule,... mehr

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