Wirtschaft
Zahlungsnöte Dubais erschüttern Finanzmärkte
Die Geldnöte des einst boomenden Golfemirats Dubai haben weltweit die Börsen auf Talfahrt geschickt. Das arabische Emirat bat die Gläubiger der Holding-Gesellschaft Dubai World und ihrer Tochterfirma Nakheel um Zahlungsaufschub.
An den Märkten in Europa und Asien kamen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit anderer Golf-Staaten auf. Unter Druck standen vor allem die Aktien von Banken sowie Unternehmen, an denen Investoren aus der Region massgeblich beteiligt sind.
Insgesamt hielten sich die Verluste an der Schweizer Börse mit einem Abschlag des Swiss Market Index (SMI) von gut zwei Prozent aber in Grenzen.
Der Deutsche Aktienindex (DAX) brach genau wie der FTSE 100 in London um 3,2 Prozent ein. Der CAC 40 in Frankreich gab um 3,4 Prozent nach. Auch die asiatischen Börsen schlossen deutlich schwächer. Der Index in Schanghai verzeichnete seinen höchsten Tagesverlust seit fast drei Monaten. Die US-Märkte waren wegen eines Feiertags geschlossen.
«Das Schuldendebakel von Dubai und die daraus entstandene Unsicherheit hat einen starken Dominoeffekt gehabt», sagte der Analyst David Buik von BCG Partners in London. Der mit etwa 60 Milliarden Dollar (knapp 40 Milliarden Euro) verschuldete Staatsfonds Dubai World hatte am Vortag seine Gläubiger um einen mindestens sechsmonatigen Zahlungsaufschub gebeten und damit die internationalen Finanzmärkte geschockt.
Bei den Investoren löste die Nachricht Besorgnis vor einem möglichen Übergreifen der Finanznöte auf andere Golfstaaten aus.
Auch Dubais Ruf als Magnet für internationale Investitionen wurde erschüttert. In einer Einschätzung der Washingtoner Eurasia Group hiess es, falls Dubai World tatsächlich seine Zahlungen einstellen müsse, werde dies «sehr ernste negative Auswirkungen auf die Staatsverschuldung von Dubai, auf Dubai World und das Vertrauen in die Märkte in den gesamten Vereinigten Arabischen Emiraten haben».
Dubai wurde vor einem Jahr am härtesten von allen Golfstaaten von der Finanzkrise gebeutelt. Inzwischen liegen dutzende Bauprojekte in dem einstigen Boom-Staat auf Eis, und Gastarbeiter verliessen in Massen das Land. Das staatseigene Konglomerat Dubai World und seine Immobilientochter Nakheel, die die berühmte künstliche Insel «Palm Jumeirah» baut, sind besonders stark betroffen.
(ap/sda/bers)
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I. Ndlovu, Nelspruit
Verfasst am: 27.11.2009 10:05
Ne ne....
... da ist wieder so ein krummer "deal"... mehr
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F. Frei, Buriram
Verfasst am: 27.11.2009 5:25
Die hat's nur später erwischt
Die Staatsholding ist ja gerade dazu da, die... mehr
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W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 27.11.2009 2:09
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Unter dem Titel "Durch Weltkriege zur neuen... mehr
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