zum Inhalt
zu weiterem Inhalt
zu den Hauptkategorien
zu den Unterkategorien

Sie befinden sich im Pfad:

Inhalt
Wirtschaft

Fusion Orange-Sunrise: Gefahr für Wettbewerb oder Chance?

Mittwoch, 25. November 2009, 13:30 Uhr, Aktualisiert 23:44 Uhr

Die Kunden seien die grossen Verlierer der Fusion zwischen Orange Schweiz und Sunrise, sagt Telekom-Experte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Comparis. France Télécom habe mit der Übernahme von Sunrise einen unangenehmen Konkurrenten ausgeschaltet. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hingegen sieht in der geplanten Fusion von Orange und Sunrise auch eine Chance.

Videoplayer
Orange und Sunrise machen gegen Swisscom mobil
Die folgende Videonavigation hat nur eine optische Funktion

Von den bisherigen drei Mobilfunk-Anbietern im Schweizer Markt sei Swisscom die teuerste, dicht gefolgt von Orange. «Sunrise war die einzige der drei Anbieter, die im Abo-Bereich preisaggressive Produkte auf den Markt warf,» sagte Beyeler zur Nachrichtenagentur SDA.

Es sei relativ naheliegend, dass Orange in der geplanten Duopol-Situation versuchen werde, ihre Produkte durch den Zusammenschluss auch Sunrise-Kunden schmackhaft zu machen. In diesem Fall sei es sogar möglich, dass Swisscom von der Fusion profitiere, weil die Kunden zu ihr wechselten.

Weiterhin hohe Preise

Das Preisniveau in der Schweiz bleibe somit hoch. «Die Schweizer Mobilfunk-Anbieter werden auch in Zukunft die teuersten Anbieter in Europa bleiben,» sagte Beyeler. Die Swisscom-Konkurrenten hätten es nicht geschafft, wirklich bedeutende Marktanteile an sich zu reissen. Und von dieser Tatsache könnten letztlich «alle Anbieter fürstlich leben».

Videoplayer
Thomas Sieber, CEO von Orange Schweiz, zu der Übernahme von Sunrise.

Das Problem liege darin, dass den günstigeren Anbieter im Laufe der Zeit der Atem ausgegangen sei. Längerfristig verschenke man Gewinne, wenn man keine neuen Kunden gewinnt. «Die Kunden sind jedoch zu bequem für einen Wechsel. Zudem haben die Anbieter zu komplexe Angebote. Das geht zum Teil so weit, dass die Anbieter von ihren eigenen Angeboten überfordert sind,» sagte Beyeler.

Bessere Absprache-Möglichkeiten

Der Ökonom und ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm sagte gegenüber dem Onlineportal Newsnetz, die Wettbewerbsbehörden müssten den Zusammenschluss von Sunrise und Orange unbedingt verhindern. Der Zusammenschluss wäre für die Kunden «eine absolute Katastrophe».

Es entstehe ein Duopol. Zwei Unternehmen beherrschten den Markt nach Belieben. Ein echter Wettbewerb sei hier nicht möglich. Im Zusammenhang mit den Durchleitungsgebühren gebe es bereits jetzt Absprachen. Wenn nur noch zwei Anbieter da seien, sei die Möglichkeit dazu noch viel besser gegeben.

Weniger Wettbewerb

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sieht in der geplanten Fusion von Orange und Sunrise auch eine Chance. Der neue Player könnte dank seiner Grösse die dominierende Swisscom angreifen. Bedingung wäre eine Genehmigung der Tarife durch die Regulationsbehörden.

Falls die Fusion zustande komme, werde es nur noch zwei Anbieter und damit weniger Wettbewerb geben, sagte SKS-Geschäftsführerin Sara Stalder. Der Schweizer Markt sei zu klein, als dass weiter grosse Anbieter herein kommen würden.

Tarife überdenken

Die SKS sei aber ein wenig gespalten, da die Fusion auch eine positive Wendung nehmen könnte. «Heute hat die Swisscom eine derart dominante Stellung, dass ein zweiter grosser Player, der die Swisscom angreift, auch eine Chance sein kann», so Stalder.

Damit sich der Preis nicht auf dem freien Markt bilde, der dann kein Markt mehr sei, müssten aber die Regulationsbehörden die Tarife genehmigen, bevor sie auf den Markt kämen. Wie Stalder hält auch Strahm bei einer allfälligen Genehmigung der Fusion eine Preisfestsetzung durch die ComCom für notwendig.

(sda/hesa)

Kommentare aktiv...

M. Hofi

Stockach
Verfasst am:
27.11.2009 15:09

 

...und was kann man dagegen tun??

Hat jemand eine Ahnung was man gegen einen... mehr …

zustimmen Zustimmen 2 Leser sind auch dieser Meinung.
ablehnen Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

A. Anonymous

Anonymous
Verfasst am:
25.11.2009 20:41

 

Welches Netz?

Heisst das dann dass langfristig Orange Kunden... mehr …

zustimmen Zustimmen 2 Leser sind auch dieser Meinung.
ablehnen Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

N. Strolch

Laufenburg
Verfasst am:
25.11.2009 16:07

 

Alles Paperlapapp...

...Orange ist unter der Decke von Swisscom. Bund... mehr …

zustimmen Zustimmen 18 Leser sind auch dieser Meinung.
ablehnen Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.
weitere Inhalte
UBS-Verwaltungsratspräsident und alt bundesrat Kaspar Villiger in der Arena befragt von Moderatorin Sonja Hasler.
Bildausschnitt Teletext Startseite 100

SF teletext auch im Internet

 
Telefonnummer Schweizer Fernsehen 044 305 666 11 und E-Mail-Adresse augenzeuge@sf.tv vor nächtlichem Hintergrund.
Logo von Schweizer Radio DRS
 

Blog

 

Seitenende Startseite
zur Unterrubrikenauswahl
zum Inhalt
Kontakt
Sitemap
Suche
Weitere Inhalte
Hauptrubriken Auswahl
Sendungen A-Z