Schweiz
Bruder von Libyen-Geisel geht an die Öffentlichkeit
Die Familie des in Libyen festgehaltenen Max Göldi geht an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit der «Rundschau» appelliert Moritz Göldi, der Bruder von Max, an den libyschen Machthaber Muhammar al-Gaddafi, in einem humanitären Akt seinen Bruder und den zweiten festgehaltenen Schweizer freizulassen.
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Moritz Göldi erklärt im Interview, Grosszügigkeit und Gastfreundschaft hätten in der libyschen Gesellschaft eine grosse Bedeutung und seine Familie hoffe deshalb darauf, dass Gaddafi sich grosszügig zeigt. «Wir warten seit 17 Monaten auf die Rückkehr von Max. Unsere Ängste werden immer grösser. Wir appellieren an Muhammar al-Gadhafi und an die libysche Regierung, in einem humanitären Akt Rachid und Max heimreisen zu lassen.» Auf die Frage, ob er denn sicher sei, dass dieser Appell gehört werde, antwortet Moritz Göldi: «Wir hoffen es.»
Am schlimmsten für die Familie sei die permanente Unsicherheit, wie es weitergehe, sagt Moritz Göldi gegenüber der «Rundschau». Seine Mutter leide am meisten darunter. Sie sei fast 80 Jahre alt und habe grosse Angst, dass sie sterben könnte, ohne ihren Sohn Max nochmals zu sehen.
Gemäss den Aussagen seines Bruders geht es Max Göldi nicht gut. Er leide unter Angstzuständen und Albträumen, besonders seit er sieben Wochen an einem unbekannten Ort gefangen gehalten worden sei, ohne Kontakt zur Aussenwelt. Während diesen 52 Tagen habe es seinem Bruder zwar physisch an nichts gefehlt, aber es sei eine sehr grosse psychische Belastung gewesen. Er sei in einem Raum festgehalten worden, völlig isoliert. Auch zum zweiten Schweizer, Rachid Hamdani, habe er keinen Kontakt gehabt.
Moritz Göldi äussert sich positiv über die Zusammenarbeit mit dem EDA und dem Bundesrat. Seine Familie sei von Beginn weg in alle Fragen einbezogen worden, sie würden auch jetzt regelmässig im Bundeshaus, oft durch Bundesrätin Calmy-Rey persönlich, informiert. «Wir haben das Gefühl, dass die aktuelle Task Force optimal zusammengesetzt ist und eine sehr gute Arbeit macht. Wir haben volles Vertrauen in die Task Force.»
Auf die Frage, ob er die massive öffentliche Kritik an Bundespräsident Merz in der Libyen-Sache nachvollziehen könnte, meint Moritz Göldi: «Nein, diese Kritik kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wir sind persönlich von Bundesrat Merz über seine Schritte informiert worden. Er hat meiner Mutter versprochen, er würde alles unternehmen, damit Max wieder nach Hause zurückkehren kann. Daran glauben wir.»
Im Interview erzählt Moritz Göldi auch, dass die ganze Familie während 24 Stunden im August ihren Bruder jeden Moment erwartet hätte. Als es dann nicht geklappt hätte, seien sie alle sehr deprimiert gewesen. Was letztlich zur Verweigerung der Ausreise in letzter Minute geführt habe, sei ihnen auch nicht bekannt. Moritz Göldi verurteilt darüber hinaus aufs Schärfste die Publikation der Polizeibilder von Hannibal Gaddafis Verhaftung. Er spricht von einem Skandal.
Max Göldi war seit Mai 2007 als ABB-Verantwortlicher in Libyen stationiert. Offenbar konnte sich Max Göldi zwischen Australien und Libyen entscheiden; er wählte Libyen, um näher bei seiner Familie zu sein. Gemäss Aussagen seines Bruder deutete nichts auf eine Gefährdung hin. Im Gegenteil: Max Göldi habe es sehr gefallen in Libyen, die Leute seien gastfreundlich und aufmerksam gewesen: «Darum war die Verhaftung im Juli 08 für ihn ein wahnsinniger Schock.»
(sf/olsm)
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P. Jorns
Verfasst am: 26.11.2009 8:07
UBS gegen Carrier
wir könnten den amis ein paar ubs-daten geben... mehr
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J. Kümin, Freienbach
Verfasst am: 26.11.2009 7:21
Geiseln
Herr Göldi, das ist ja das letzte was sie da... mehr
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B. seiler, pop
Verfasst am: 26.11.2009 5:29
ei,ei,ei , hr. p. mueller
wir sind ein neutrales land mit einer... mehr
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