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International

UEFA nennt erstmals Namen von Vereinen im Wettskandal

Mittwoch, 25. November 2009, 17:04 Uhr, Aktualisiert 23:00 Uhr

Der grösste Wettskandal der Geschichte des europäischen Fussballs weitet sich immer weiter aus. Fünf weitere Klubs stehen unter Verdacht, die diesjährigen Qualifikations-Spiele zur Champions League manipuliert zu haben.

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Qualifikationsspiele ebenfalls manipuliert

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Bei den Klubs handelt es sich um KF Tirana, KS Vilaznia (beide Albanien), FC Dinaburg (Lettland), NK IB Ljubljana (Slowenien) sowie Honved Budapest (Ungarn). Dies gab der europäische Verband UEFA in einer Stellungnahme bekannt.

Möglicherweise waren drei Schiedsrichter und ein Offizieller der UEFA in den Betrug involviert. Die Namen wollte die UEFA aber nicht bekannt geben. Insgesamt sollen sieben Spiele der Qualifikation manipuliert worden sein.

Unter Verdacht stehen zudem drei Partien der Champions League sowie zwölf Spiele aus der neuen Europa League 2009, die wahrscheinlich verschoben wurden. Die betroffenen Spiele wurden bislang nicht von der Staatsanwaltschaft in Bochum ins Visier genommen.

Bild Gianni Infantino mit Peter Limacher und Rob Faulkner.
Bei Gesprächen in Nyon diskutiert UEFA Generalsekretär Gianni Infantino mit den Kollegen Peter Limacher und Rob Faulkner die aktuelle Lage. reuters

Die UEFA führte in Nyon wegen des Wettskandals auch entsprechende Gespräche mit Delegierten aus Österreich, Belgien, Bosnien, Kroatien, Deutschland, Ungarn, Slowenien und der Türkei.

Beim Betrugsskandal im europäischen Fussball sollen insgesamt mindestens 200 Spiele manipuliert worden sein. In Deutschland gibt es mit 32 Spielen von der Zweiten Bundesliga abwärts die meisten Verdachtsfälle. In der Schweiz sind laut Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum 28 Spiele vom Wettskandal betroffen.

Nach früheren Angaben der Behörde laufen die Ermittlungen gegen die international agierende Bande wegen Verdachts des fortgesetzten Wettbetrugs seit etwa einem Jahr. Dabei sollen Wettgewinne von mehreren Millionen Euro ergauner worden sein.

(si/wiec)

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