Klimakonferenz
«Schweizer Klimaziele führen zu 3 Grad Erwärmung»
Folgt die Welt den Schweizer Klimazielen und reduziert ihren CO2-Ausstoss auch um 20 Prozent, kommt es dennoch zu massiven Klimaveränderungen. Zu diesem Schluss kommt das renommierte Klimaforschungsinstitut Potsdam in einer Studie, die «10vor10» vorliegt.
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Der australische Physiker Bill Hare vom renommierten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat allein in diesem Jahr 40 Regierungschefs der Welt getroffen, um sie in Bezug auf den Klimawandel zu beraten.
Nun nahm er in einer Studie die Schweizer Klimaziele unter die Lupe – mit erschütterndem Ergebnis: Würden alle Länder den Schweizer Vorgaben folgen, stiege die Welt-Temperatur bis ins Jahr 2100 um 3 Grad Celsius an.
Dies hätte dramatische Konsequenzen für den Planeten Erde, so Bill Hare vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Eine Zunahme der Welttemperatur um 3 Grad entspreche beinahe dem Temperatur-Unterschied von der letzten Eiszeit bis heute.
Klimaforscher Bill Hare rät der Schweiz, in der Klimapolitik aggressiv vorzugehen – und dadurch international eine wichtige Rolle zu spielen. Damit die weltweite Temperatur bis 2010 um maximal 2 Grad Celsius ansteige, müssten gemäss Bill Hare alle Industrieländer ihren CO2-Ausstoss bis ins Jahr 2050 um 95% reduzieren – so auch die Schweiz.
Das von Hare geforderte Ziel der CO2-Emissionen um 95% bis 2050 mag sich hoch anhören, es sei jedoch durchaus erreichbar, so Hare, denn die dafür notwendigen Technologien seien vorhanden.
Die Kosten, um die notwendigen Technologien zur konsequenten CO2-Reduktion zu implementieren, seien überschaubar, sagt Hare. Mit Investitionen von kontinuierlich 2% des Weltbruttosozialproduktes während der nächsten 100 Jahre liesse sich das Schlimmste abwenden.
Bill Hares Studie, die 10vor10 vorliegt, wurde im Auftrag von Greenpeace Schweiz verfasst. Von Greenpeace stammte jedoch nur die hypothetische Fragestellung, wie die Welt im Jahr 2100 aussehen würde, falls sie die Schweizer Klimaziele übernehmen würde.
Das Berechnungsmodell für den Zusammenhang zwischen dem weltweiten CO2-Ausstoss und dem Temperaturanstieg wurde in den letzten 3 Jahren von Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung entwickelt. Das Szenario mit den Schweizer Zahlen zu berechnen, hat für die Forscher bloss eine Woche in Anspruch genommen.
Gegenüber «10vor10» reagierte der zuständige Bundesrat Moritz Leuenberger, dass man über die Situation Bescheid wisse. Dies sei aber ein erster Schritt, den die Schweiz allein machen werde, meinte der UVEK-Chef weiter.
«Wir wissen, dass wir den CO2-Ausstoss um 40 Prozent senken müssten bis 2020. Wenn die EU in Kopenhagen weitergehende Massnahmen beschliesst, ist die Schweiz bereit, den CO2-Ausstoss weiter zu reduzieren,» erklärte Leuenberger weiter.
(sf/bucf/sper/horm)
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U. Rothenbühler, Lützelflüh-Goldbach
Verfasst am: 26.11.2009 23:12
@B. Scheidegger
Ja, und wer zahlt dies? Wollen Sie die schweizer... mehr
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B. Scheidegger, Bern
Verfasst am: 26.11.2009 19:10
Also C. Vetsch,
dieses Video ist synchronisiert worden.... mehr
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B. Scheidegger, Bern
Verfasst am: 26.11.2009 17:45
Kindergartenmentalität!
Leuenberger: «Wir sind bereit weiter zu gehen,... mehr
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