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Gewalt gegen Frauen wird nationales Thema

Montag, 23. November 2009, 12:03 Uhr, Aktualisiert 21:12 Uhr

Mit zahlreichen Veranstaltungen wird ab Mittwoch in der Schweiz während 16 Tagen auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf bezeichnete die Gewalt an Mädchen und Frauen als das am meisten verbreitete Menschenrechtsproblem. Laut einer Studie würden zwei von fünf Frauen mindestens einmal in ihrem Erwachsenenleben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt.

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Zusammen gegen die Gewalt an Frauen

Die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» finden in der Schweiz zum zweiten Mal statt. Zwischen 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, und dem Internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezember soll an über 65 Veranstaltungen auf die verschiedenen Formen der Gewalt aufmerksam gemacht werden. Dies erklärte Cecile Bühlmann, Geschäftsleiterin der feministischen Frauenorganisation christlicher Friedensdienst (cfd).

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf, die als zuständige Bundesrätin auftrat, bezeichnete die Gewalt an Mädchen und Frauen als das am meisten verbreitete Menschenrechtsproblem. Alle seien aufgefordert, sich dagegen zu wehren. Sie forderte zudem, die rechtlichen Bestimmungen - beispielsweise gegen die Gewalt in der Partnerschaft - durchzusetzen und auch die Prävention zu verstärken, so etwa an Schulen oder bei Migranten.

Der gefährlichste Ort für Frauen bleibt in der Schweiz das eigene Zuhause, wie Bühlmann sagte. Karin Haeberli, Sprecherin der Konferenz der Interventions- und Fachstellen gegen häusliche Gewalt, lieferte die Zahlen dazu: Laut einer Studie aus dem Jahr 2003 würden zwei von fünf Frauen in der Schweiz mindestens einmal in ihrem Erwachsenenleben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt.

Häusliche Gewalt gehe durch alle gesellschaftlichen Schichten, Nationalitäten und Alter. Besondere Anstrengungen sind laut Haeberli aber im Bereich der Migration gefordert, da die Gewalt in Ausländerfamilien unter anderem wegen soziökonomischer Probleme wie prekären Arbeitsbedingungen, Armut oder sozialer Isolation häufiger sei.

Einen Ansatzpunkt zur Entschärfung der Situation der Opfer sieht Haeberli darin, die Bindung des Aufenthaltsstatus' an den Ehepartner für Gewaltbetroffene weiter zu lockern. Das soll verhindern, dass Migrantinnen vor die Wahl kommen, entweder bei einem gewalttätigen Mann zu bleiben oder mit einer Scheidung zu riskieren, das Aufenthaltsrecht und die Kinder zu verlieren.

Unia-Gewerkschaftssekretärin Corinne Schärer rückte die «strukturelle Gewalt» in den Vordergrund, also die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft. Von der gesetzlich vorgeschriebenen Lohngleichheit etwa sei man noch weit entfernt, sagte sie. Zudem drohten Frauen auch stärker von der aktuellen Wirtschaftskrise betroffen zu werden, weil beispielsweise Teilzeitarbeitsplätze besonders gefährdet seien.

(ap/fasc)

Kommentare aktiv...

P. Jegerlehner, Ostermundigen

Verfasst am: 24.11.2009 18:31

X. Müller

Auch dieser plumpe Versuch zu beschönigen, dass... mehr

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X. Mueller, Bern

Verfasst am: 24.11.2009 17:55

Bürgerlich nennt sich auch die CVP

oder die BDP. Diese beiden Parteien sind dabei... mehr

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X. Mueller, Bern

Verfasst am: 24.11.2009 17:51

Aus der Sicht einiger Blogger soll

die häusliche Gewalt vorwiegend ein... mehr

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