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Berkeley: Elite-Studenten gegen Uni-Gebühren

Samstag, 21. November 2009, 3:56 Uhr, Aktualisiert 05:56 Uhr

An Kaliforniens Universitäten sind massive Proteste gegen die Erhöhung der Studiengebühren entbrannt. Hunderte Studenten besetzten stundenlang ein Gebäude der berühmten University of California in Berkeley, bis die Polizei einschritt und drei Demonstranten festnahm. Die Studiengebühren sollen um rund 30 Prozent erhöht werden, weil das finanziell klamme Kalifornien die Staatsmittel für Unis massiv kürzt.

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In Los Angeles hatten zuvor bereits rund 2000 Studenten demonstriert; mehr als 50 Studenten wurden auf dem Campus der staatlichen Universität in Davis festgenommen.

Studenten wurden verhaftetet, als sie Türen verbarrikadierten. Auch auf dem Campus der Uni in Santa Cruz gab es Proteste. Eine Besetzerin berichtete dem «San Francisco Chronicle», dass sie für mehrere Tage Wasser und Proviant hätten.

Die jährlichen Studiengebühren sollen in Kalifornien ab Januar um ein Drittel erhöht werden.

Damit steigen die jährlichen Basiskosten an den staatlichen Einrichtungen von derzeit rund 7800 Dollar auf 10'300 Dollar.

Die Universitäten begründen die massive Erhöhung mit der Kürzung öffentlicher Mittel. Kaliforniens Haushaltsdefizit beläuft sich auf fast 21 Mrd. Dollar.

Berkeley bei San Franciso gilt als eine der besten Universitäten der Welt; aus ihr sind 21 Nobelpreisträger hervorgegangen. In den 60er Jahren war Berkeley der Ausgangspunkt der Studentenproteste gegen den Vietnam-Krieg.

«Ausbildung muss umsonst sein, keine Kürzungen, keine Gebühren.»
Kalifornische Studenten in Sprechchören

Hunderte Demonstranten auf dem Campus protestierten gegen eine massive Gebührenerhöhung, die am Donnerstag von der Universitätsleitung beschlossen worden war.

«Ausbildung muss umsonst sein, keine Kürzungen, keine Gebühren», forderten Demonstranten in Sprechchören.

Universitäts-Chef Mark Yudof begründete den Anstieg mit dem Wegfall von über einer Milliarde Dollar an staatlichen Mitteln seit 2008. Dies habe auch zur Entlassung von 2000 Angestellten und einem verringerten Kursangebot geführt.

An den zehn staatlichen Universitäten in Kalifornien sind über 200'000 Studenten eingeschrieben. Auch in Los Angeles und Santa Cruz kam es zu heftigen Protesten.

(agenturen/halp)

Kommentare aktiv...

J. Simon, Erlach

Verfasst am: 21.11.2009 10:38

Kürzung

von staatlichen Geldern von einer Mrd. Dollar... mehr

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J. Simon, Erlach

Verfasst am: 21.11.2009 10:30

Szenario

Wird da etwas in Gang gebracht, das die Unis in... mehr

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