Schweiz
Zürcher Studenten wollen mit Uni-Rektor reden
Die Hörsaal-Besetzungen an den Universitäten von Zürich und Bern sind heute Donnerstag weitergegangen. Die gegen die Bologna-Reform protestierenden Studierenden lehnten zunächst ein Treffen mit den jeweiligen Uni-Rektoren ab, unterbreiteten aber eigene Gesprächsangebote. In Basel beanspruchen die Studenten einen Seminarraum für ihre weiteren Aktionen.
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Der Zürcher Uni-Rektor Andreas Fischer hatte morgens um 02.39 Uhr per E-Mail eine Absage für ein Treffen mit den Protestierenden erhalten, wie er auf Anfrage sagte.
Fischer hatte am (gestrigen) Mittwoch die Besetzer des Hörsaals KOH B-10 um ein Gespräch ersucht. «Das Plenum hat heute aber entschieden, ihrem Angebot nicht nachzukommen. Für ein Gespräch stehen wir diesen Freitag im Plenum zur Verfügung», heisst es im E-Mail. Die Universitätsleitung liess vorerst offen, ob sie auf die Einladung der Studenten eingeht.
Zur Frage, ob der Hörsaal geräumt werde, äusserte sich Fischer nicht. Der Rektor hielt aber fest, dass mit dem besetzten Hörsaal und der zuvor vorsorglich geschlossenen Aula der Studienbetrieb gestört werde.
Ein Treffen mit der Universitätsleitung haben auch die protestierenden Studenten in Bern ausgeschlagen. Dort hatte Rektor Urs Würgler einer Delegation der Besetzer ein Treffen am Vormittag angeboten. Stattdessen luden auch sie die Universitätsleitung zu einem Gespräch ins Plenum ein. Zunächst unklar war, ob die Universitätsleitung die Einladung annehmen würde. Eine Räumung der Aula sei jedenfalls derzeit nicht vorgesehen, sagte Würgler auf Anfrage.
Die protestierenden Studenten halten seit vergangenem Dienstagabend den Hörsaal KOL-B10 der Universität Zürich und die Aula der Universität Bern besetzt. Die Besetzer wollen sich laut eigenen Angaben kritisch mit dem gegenwärtigen Bildungssystem auseinandersetzen. Sie wehren sich gegen die vor zehn Jahren angestossene Bologna-Reform, der einheitlichen Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master.
In Basel, wo die Studenten am Mittwochabend nach achttägiger Besetzung die Aula geräumt hatten, verhandelten die Studenten heute Donnerstag mit der Uni-Leitung. Die Studenten hatten einen Seminarraum gefordert, den sie als Ersatz für die Aula zur unbefristeten Nutzung haben wollten.
Die Uni bot den Studenten für zwei Wochen den Presseraum an, wie Generalsekretär Hans Amstutz auf Anfrage sagte. Der Raum dürfe aber nur zu den normalen Öffnungszeiten genutzt werden, und ein Studentenvertreter müsse für die Nutzung die Verantwortung übernehmen. Die Studenten werden am Freitag im Plenum über den Vorschlag diskutieren.
Der designierte Präsident der Schweizerischen Universitätskonferenz (SUK), der Berner Regierungsrat Bernhard Pulver, äusserte auf Anfrage Verständnis für das Anliegen, dass die Bologna-Reform nicht zu einer Verschulung der Universitäten führen dürfe. «Ich habe mit der Uni Bern bereits vor den Protesten darüber diskutiert, was innerhalb der Bologna-Reform nötig ist und was nicht», sagte Bildungsdirektor Pulver, der Anfang 2010 das SUK-Präsidium von der Zürcher Regierungspräsidentin Regine Aeppli übernimmt.
Froh sei er darüber, dass die Proteste bisher friedlich verlaufen seien, sagte er. Die Proteste dürften für die übrigen Studenten nicht erschwerend sein.
(ap/halp)
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A. Bünzli, ÄnnetEmJordan
Verfasst am: 21.11.2009 11:26
Studieren ist oft härter als Arbeiten
Kommen sie mal von ihrem doofen... mehr
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M. Wurmdichnicht, Grabenschnecke
Verfasst am: 20.11.2009 8:06
Die Linksextremen protestieren gegen die Bologna-Reform.
Die Bologna-Reform macht unsere Unis kaputt. Wir... mehr
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D. Generation, Bern
Verfasst am: 20.11.2009 5:47
Ganz...
..nach dem Motto der jüngeren Generation:... mehr
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