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Berufsrisiko Nano-Partikel: Suva beunruhigt

Donnerstag, 19. November 2009, 12:11 Uhr, Aktualisiert 14:54 Uhr

Nanopartikel sind Alleskönner. Regenmäntel bleiben trocken, Batterien leben länger, Fensterglas springt nicht mehr. Aber: Noch immer ist unklar, welche gesundheitlichen Risiken die Nano-Partikel bergen, wenn sie während der industriellen Verarbeitung in die Atemwege der Arbeiter gelangen. Die Suva-Kontrolleure sind alarmiert. «Einstein» begleitete sie bei Lufttests an Risiko-Arbeitsplätzen.

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Die junge Technologie ist eine Wachstumsbranche. Inzwischen verarbeiten rund 600 Schweizer Betriebe Nanopartikel. Um die Risiken in der Nano-Industrie abschätzen zu können, führt die Suva nun mit einem neuentwickelten Gerät Luftmessungen durch. Der rucksackgrosse Apparat ermöglicht individuelle mehrstündige Erhebungen bei jedem Arbeiter. Mit dem Gerät bisher rund 20 Messungen in der Schweiz gemacht. Sowohl an Arbeitsplätzen mit Nanopartikelumgang als auch bei Belastungen mit ultrafeinen Aerosolen.

Bild Messgerät in einem offenen Rucksack
Als Messgerät dient eine Mini-Elektrodiffusionsbatterie sf

Die Suva macht noch keine unangemeldeten Messungen, sondern nimmt die Messungen nur auf Wunsch der «Kunden» vor. Dies ist auch der Grund, wieso keine Messresultate veröffentlicht werden.

«Vom Asbest her wissen wir, dass lange und dünne Fasern, die im Gewebe nicht abgebaut werden, zu Krebs führen können.»
Marcel Jost, Arbeitsmediziner bei der Suva

Für einen systematischen Einsatz verfüge man derzeit noch über zuwenige Exemplare der als Messgerät benutzten Mini-Elektrodiffusionsbatterien, so die Suva gegenüber «Einstein». Man arbeite aber an einem entsprechenden Einsatz-Konzept.

Ziel der Suva ist es, anders als beim Asbest, durch Prävention schwere Schäden zu vermeiden. Weil Nanopartikel sehr klein sind, können sie mit der Atemluft in die Lungenbläschen gelangen und dort in die Zellen dringen. Das kann zu Entzündungen führen.

Bild Ein Mann hilft einem Arbeiter beim Anschnallen eines Rucksackes
Arbeiter mit Nanopartikel-Kontakt tragen das Messgerät während den mehrstündigen Messungen in einem Rucksack mit sich. suva

Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Nanopartikel leicht von Zellen aufgenommen werden und dort eine schädigende Wirkung haben. Marcel Jost, Chefarzt Arbeitsmedizin bei der Suva, verweist insbesondere auf die Ähnlichkeit der sogenannten Karbonnanofasern mit Asbestfasern: «Vom Asbest her wissen wir, dass lange und dünne Fasern, die im Gewebe nicht abgebaut werden, zu Krebs führen können.»

«Einstein», Donnerstag, 21.00 Uhr, SF 1

Das Wissensmagazin «Einstein» zeigt wie die Suva mit einem neuentwickelten Gerät die Luftbelastung in Produktionsbetrieben der Nano-Industrie testet.

(sf/einstein/sper)

Kommentare aktiv...

K. Tschabold, Frutigen

Verfasst am: 21.11.2009 18:11

Nanopartikel im Impfstoff

Interessant, dass man trotz dieser Unsicherheit... mehr

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R. Fauser, Augsburg

Verfasst am: 20.11.2009 20:34

Über die Sache

der Partikelverkleinerung muss nicht geforscht... mehr

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C. Halbeisen, Wil

Verfasst am: 20.11.2009 19:14

Gefährlich wie Radioaktivität

Gegen Viren hat der Mensch eine Chance. Gegen... mehr

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