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Basler Studenten geben auf

Mittwoch, 18. November 2009, 16:14 Uhr, Aktualisiert 19.11.2009, 0:30 Uhr

Während die Studenten an der Universität Basel ihren Protest freiwillig aufgegeben haben, bleiben die Universitäten Zürich und Bern weiterhin besetzt. Sie versuchten weiterhin mit Workshops und Diskussionsrunden, Mitstudierende für den Widerstand gegen die Bologna-Reform zu mobilisieren. Ob der Protest weiter geführt werden soll, wollen die Besetzer später entscheiden.

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In Bern hat sich der Protest auf die Vorlesungen ausgewirkt. Weil die Aula im Hauptgebäude von Demonstrierenden besetzt wurde, konnten viele Studierende nicht zu ihren Vorlesungen. «Rund 1200 Studierende waren davon betroffen», wie Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern, erklärte. Die Universitätsleitung habe die Proteste zur Kenntnis genommen. «Die konkreten Forderungen und Diskussionspunkte der Protestierenden kennen wir jedoch noch nicht», fügte Pappa an.

Gegen Mittag befanden sich laut einer Mitteilung der Besetzer noch rund 50 Leute in dem seit Dienstagabend in Beschlag genommenen Hörsaal. Dort beteiligten sie sich an einer offenen Diskussionsrunde, in der man sich kritisch mit dem gegenwärtigen Bildungssystem auseinandersetzte, wie es heisst.

«Es gibt Grenzen - dann nämlich, wenn der Universitätsbetrieb zu stark gestört wird.»
Christina Hofmann, Universitäts-Sprecherin

Viele hätten sich zudem zu Arbeitsgruppen formiert, um «an den jeweiligen Problemen» zu arbeiten, heisst es weiter. Man sei aber auch darum bemüht, Präsenz zu markieren und mittels Flyern und Infoständen weitere Studierende in den Protest mit einzubeziehen. Am Abend soll dann im Plenum über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Die Universitätsleitung in Zürich liess die Protestierenden derweil gewähren. Der besetzte Hörsaal würde zwar «eigentlich gebraucht», wie Uni-Sprecherin Christina Hofmann erklärte. Bisher habe man aber alle Veranstaltungen verschieben können.

Wie lange man die Besetzer noch dulden werde, konnte Hofmann nicht sagen. «Es gibt jedenfalls Grenzen - dann nämlich, wenn der Universitätsbetrieb zu stark gestört wird.»

Die Besetzung des Hörsaals war am Dienstagabend im Anschluss an eine Protestveranstaltung mit rund 500 Personen spontan beschlossen worden. Als Ziel gaben die Beteiligten an, einen Raum schaffen zu wollen für kritische Diskussionen über das gegenwärtige Bildungssystem.

Präsident der Uni-Rektorenkonferenz verteidigt Bologna

Insbesondere wenden sich die Studierenden gegen die «Bologna-Reform», die sie «in dieser Form nicht akzeptieren» wollen. Zudem beklagen sie die «verstärkte Verschulung des Lehrplans», «den Einfluss der Privatwirtschaft» auf die Hochschulen und lehnen Sparmassnahmen in der Bildung ab.

(sda/muei)

Kommentare aktiv...

A. Bünzli, ÄnnetEmJordan

Verfasst am: 19.11.2009 19:23

Studenten-Bashing vs. Realität

Je nach dem, was man studiert, muss man sich eine... mehr

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N. Binsberger, St. Gallen

Verfasst am: 19.11.2009 13:53

Feuer unter dem Allerwertesten!

@Rey 23:05: Wenn ich eine Perspektive habe, wie... mehr

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F. Rey, Basel

Verfasst am: 18.11.2009 23:05

Bologna

Da ich das Studium im neuen System begonnen habe,... mehr

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