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Hunderte Studenten demonstrieren in Bern und Zürich

Dienstag, 17. November 2009, 20:12 Uhr, Aktualisiert 22:28 Uhr

Hunderte Studentinnen und Studenten haben in Bern und Zürich am Dienstag, am Weltstudententag, für bessere Lernbedingungen an den Universitäten demonstriert. Sie fordern die Abschaffung von Studien- und Prüfungsgebühren sowie der Präsenzpflicht. In Basel gingen die Proteste an der Uni weiter.

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Während in Bern zwischen 300 bis 400 Studierende mit Transparenten und lautstarker Musik zum Hauptgebäude der Uni Bern zogen, versammelten sich rund 500 Studierende zu einer Protestveranstaltung an der Uni Zürich - mehr als die Veranstalter erwartet hatten. Er habe nicht mit diesem Interesse gerechnet, sagte ein Sprecher der Zürcher Studentengruppe «Uni von unten», die den Protest organisierte.

Spontan habe das Plenum die Besetzung des grössten Hörsaals der Uni Zürich beschlossen, teilten die protestierenden Studenten mit. Die Besetzung soll kein Endpunkt sein, sondern der Anfang für eine studentische Bewegung, «die ihre Verantwortung und Mitbestimmung an den Hochschulen zurückfordert».

Gemäss eines vor dem Hauptgebäude der Uni Zürich verteilten Flugblattes steht der Protest im Zusammenhang mit der internationalen Aktionswoche «Education is not for sale». Seit vergangenem Mittwoch finden europaweit Protestaktionen für bessere Lernbedingungen an den Universitäten statt.

Bild Plakat mit der Aufschrift «Education is not for sale»
Der Protest an der Uni Zürich steht im Zusammenhang mit der internationalen Aktionswoche «Education is not for sale». youtube

Der Missmut der Studierenden zielt insbesondere auf die Bologna- Reform ab, mit der bis zum nächsten Jahr ein einheitliches europäisches Hochschulwesen geschaffen werden soll. Sie fordern etwa eine Abschaffung von Prüfungs- und Studiengebühren, von Zulassungsbeschränkungen sowie der Präsenzpflicht. Weiter kritisieren sie, dass das Studium immer mehr «verschult» und auf die Wirtschaft ausgerichtet werde und so Eliteuniversitäten entstünden.

Die Organisatoren des Berner Protestes schlossen am Abend nicht aus, dass auch die Berner Uni-Aula besetzt werden könnte. In der Schweiz beschränkten sich die Proteste bis anhin auf die Universität Basel. Dort halten einige Dutzend Studenten seit vergangenem Mittwoch die Uni-Aula besetzt und veranstalten Diskussionsrunden und Workshops.

Trotz der Aufforderung des Rektors vom Montag, die Aula freizugeben, gibt es nach Auskunft der Bewegung «Unsere Uni» keine Anzeichen für eine Räumung. Wie lange die Besetzung noch andauern wird, war am Dienstag nicht zu erfahren.

Ob die Protestaktion in Basel Auswirkungen auf die Diskussionen der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) haben wird, ist noch offen. Die nächste Plenarsitzung findet erst 2010 statt. Zudem müsse auch geklärt werden, ob die Forderungen der Basler Studenten tatsächlich der Ansicht einer Mehrheit der Schweizer Studierenden entsprechen, heisst es von Seiten der CRUS.

(sda/sper/koua)

Kommentare aktiv...

S. Hedin

Verfasst am: 18.11.2009 23:43

Auf zum Gefecht! It rocks!

Es weht ein Hauch vom Ende des Vietnam-Krieges... mehr

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S. Egli, Zürich

Verfasst am: 18.11.2009 18:43

aha.

Ein würdiger Abschluss für einen tollen... mehr

Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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P. Mauler, Schaffhausen

Verfasst am: 18.11.2009 15:44

dank

sagend an alle welche diese zeilen nicht nur... mehr

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