International
Weltweit hungern über eine Milliarde Menschen
Am Welternährungsgipfel in Rom will die internationale Gemeinschaft die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 halbieren. Doch bereits am ersten Tag des dreitägigen Gipfels konnten sich die Delegierten nicht auf konkrete Beschlüsse gegen den weltweiten Hunger einigen.
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Die Teilnehmer des Gipfels sich zwar darüber einig, die Nahrungsmittelhilfen für die armen Länder zu erhöhen. Ihre Erklärung enthielt jedoch keinen Hinweis auf den Vorschlag der UNO-Organisation für Ernährung (FAO), diese Hilfen auf jährlich 44 Milliarden Dollar zu steigern. Auch ein konkreter Zeitplan für Schritte gegen den Hunger wurde nicht vereinbart.
Nach dem Wunsch der FAO hätten sich die Delegierten auch das Ziel setzen sollen, den Hunger in der Welt bis 2025 auszumerzen. Es wurde aber lediglich das Millenniumsziel bekräftigt, wonach der Hunger bis 2015 halbiert werden soll.
Die Zahl der Hungernden ist seit 2000 ständig gewachsen und hat inzwischen die Milliardengrenze überschritten.
Papst Benedikt XVI. warnte am Eröffnungstag vor Spekulationsgeschäften im Lebensmittelbereich, die die Preise in die Höhe treiben. «Man darf Lebensmittel nicht wie alle andere Waren betrachten», sagte der Papst.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte, dass an einem einzigen Tag 17'000 Kinder an Unterernährung sterben. Alle fünf Sekunden komme ein Kind wegen Hungers ums Leben, das seien weit über sechs Millionen pro Jahr. «Das ist unerträglich, wir müssen reagieren», sagte Ban und fügte an, es gebe genug Lebensmittel auf der Welt.
Aus den führenden Industriestaaten nahm nur Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi als Gastgeber teil. Die Spitzen der führenden und reichen Industriestaaten blieben dem Welternährungsgipfel fern. Die anwesenden Staats- und Regierungschef kamen vor allem aus Lateinamerika, Asien und Afrika.
Die Schweiz war ebenfalls nicht durch ein Mitglied der Landesregierung vertreten, sondern durch Manfred Bötsch, den Chef des Bundesamts für Landwirtschaft. Er will sich in Rom für eine nachhaltige Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion und Produktivität einsetzen.
(agenturen/sch17)
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O. toneatti, bern
Verfasst am: 17.11.2009 20:24
Hallo I. Ndlovu
Aber dann zumindest als Ausgleich aus unseren... mehr
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H. Bernoulli, Zürich
Verfasst am: 17.11.2009 14:29
Weniger nehmen wäre mehr!
Nach (etwas älteren) Angaben der Weltbank... mehr
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B. Scheidegger, Bern
Verfasst am: 17.11.2009 12:58
M. Dimitropoulos
Medikamente stillen den Hunger nicht.
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