Schweiz
Die Schweinegrippe ist definitiv in der Schweiz angekommen
Die Pandemiewelle der Schweinegrippe hat nun die ganze Schweiz erreicht. Die Zahl der Krankheitsfälle hat sich in der letzten Woche verdoppelt. Auf 1000 Arztbesuche sind über 16 Verdachtsfälle registriert worden. Aber auch die Zahl der im Labor nachgewiesenen Grippeerkrankungen hat sich innert Wochenfrist verdoppelt. Besonders stark betroffen sind junge Menschen im Alter von 10 bis 19 Jahren.
Bild
Artikel bewerten
Artikel teilen
Wie Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Bern erklärte, steigt die Zahl der Grippefälle nunmehr seit drei Wochen rasant an. «Wir sind jetzt wirklich in der exponentiellen Wachstumsphase dieser Grippe-Epidemie.»
Was das heisst, zeigt der Blick auf die Statistik der letzten vier Wochen. In der Woche 42 (12.10.09 bis 19.10.09) wurden im Labor bloss 39 Fälle nachgewiesen. Eine Woche später waren es 112, zwei Wochen später 316. In der vergangenen Woche hat sich diese Zahl noch einmal mehr als verdoppelt; auf 773 Fälle.
Die ersten Zahlen aus der laufenden Woche zeigen laut Mathys, dass die Kurve weiterhin stark ansteigt. Insgesamt wurden in der Schweiz seit Beginn der Zählungen im Sommer 2556 Fälle im Labor nachgewiesen. Die Zahl der effektiv am Virus (H1N1) Erkrankten soll um ein Vielfaches höher liegen.
Wie Mathys weiter erklärte, sind mittlerweile praktisch alle Kantone betroffen. Eine Insel bildet einzig noch der Kanton Uri. Nach Alterskategorien aufgeschlüsselt, sind die jungen Menschen im Alter von 10 bis 19 Jahren am stärksten betroffen. Dahinter folgen die 20- bis 29-Jährigen.
Schweizweit mussten letzte Woche wegen der Grippe 15 Personen ins Spital eingewiesen werden. Seit Anfang Juli wurden insgesamt 48 Hospitalisationen gemeldet. Die meisten konnten das Spital wieder verlassen. Aktuell befinden sich 12 Personen in Intensivpflege.
Trotz der exponentiellen Epidemie-Entwicklung ist laut BAG keine Panik angezeigt. Der Verlauf der (H1N1)-Epidemie entspricht bislang dem Verlauf einer normalen saisonalen Grippe. Bislang gab es wegen H1N1 in der Schweiz keine Toten. In der Schweiz führt die saisonale Grippe jedes Jahr zu 1'000 bis 5'000 Hospitalisierungen und zu 400 bis 1'000 Todesfällen.
Laut Virginie Masserey vom BAG kann die Epidemie zwar nicht mehr aufgehalten werden. Dennoch empfiehlt sie, die seit Wochen propagierten Massnahmen wie häufiges Händewaschen etc. anzuwenden. Damit könne man immerhin das Infektionsrisiko mindern und gefährdete Personen schützen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach sich derweil dafür aus, bei einer Erkrankung möglichst früh antivirale Medikamente einzusetzen.
Vor allem bei schwangeren Frauen, sehr kleinen Kindern und Personen mit Vorerkrankungen könne so ein schlimmerer Krankheitsverlauf verhindert werden, sagte ein WHO-Experte in Genf. In Regionen, in denen die neue Grippe grassiere, sollten Ärzte nicht erst auf den Laborbefund warten, bevor sie einem Patienten antivirale Medikamente gäben.
(ap/sda/reuters/muei)
Meldungen im Tagesverlauf
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid
- ISS-Bewohner packen den Drachen aus
- Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
- Löw streicht Quartett aus EURO-Kader
- Ägypten: Ex-Regime-Mann gegen Islamist in Stichwahl
- Djokovic souverän in Runde 2
- Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen


Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Golden Gate Bridge im Lichterregen
Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
SP könnte Steuerabkommen kippen
Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert



















W. Interessierts, Chur
Verfasst am: 13.11.2009 20:40
@ R. Fauser
Genau das sollte einem doch zum Denken anregen.... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
R. Fauser, Augsburg
Verfasst am: 13.11.2009 19:15
@W.Interessierts 2
...als anorganisches. Das Hg hat deswegen eine so... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
R. Fauser, Augsburg
Verfasst am: 13.11.2009 19:08
@W,. Interessierts
Das Hg geht sogar besonders schnell über die... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten