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International

Chávez rasselt mit den Säbeln

Montag, 9. November 2009, 1:03 Uhr, Aktualisiert 07:09 Uhr

Die Spannungen zwischen den beiden südamerikanischen Staaten Venezuela und Kolumbien haben sich verschärft. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wies die Streitkräfte am Sonntag an, sich auf einen möglichen bewaffneten Konflikt mit dem Nachbarland vorzubereiten. Hintergrund ist ein neues Militärabkommen zwischen Kolumbien und den USA.

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Chávez droht

«Sich darauf vorzubereiten, ist der beste Weg, den Krieg zu vermeiden», sagte Chávez in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Falls es zum bewaffneten Konflikt komme, «könnte sich dieser auf den ganzen Kontinent ausweiten».

Nach einem neuerlichen Grenzzwischenfall in der vergangenen Woche hat Venezuela 15'000 Soldaten in die Grenzregion geschickt.

Die Politikwissenschaftlerin Elsa Cardoso, Expertin für internationale Beziehungen an der Zentraluniversität von Venezuela, sagte, die erhitzte Rhetorik von Chávez sei ein Versuch, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von den drängenden Problemen im eigenen Land abzulenken.

Oppositionsführer Julio Borges rief Chávez zu Gesprächen mit Kolumbien auf.

Kolumbien kündigte an, wegen der Aussagen von Chávez die Vereinten Nationen anzurufen. Nach «diesen Kriegsdrohungen der venezolanischen Regierung» solle sich die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der UNO-Sicherheitsrat mit dem Thema befassen, teilte die Regierung in Bogotá mit.

Kolumbien habe nie eine «feindliche Geste» gegenüber der internationalen Gemeinschaft und Nachbarländern gezeigt.

Washington und Bogotá hatten Ende Oktober ein Abkommen über die Nutzung kolumbianischer Militärbasen durch die US-Armee geschlossen. Die Vereinbarung erlaubt den US-Streitkräften für die nächsten zehn Jahre die Nutzung von mindestens sieben Stützpunkten in Kolumbien.

Nach US-Angaben sollen die Stützpunkte für den Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus genutzt werden.

Die Pläne waren bei den linksgerichteten Regierungen der Nachbarländer Venezuela und Ecuador auf scharfe Ablehnung gestossen. Sie werfen den USA vor, ihren Einfluss in Südamerika vergrössern zu wollen.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela liegen seit Ende Juli auf Eis. Die kolumbianische Regierung hatte sich beschwert, dass Waffen aus Venezuela in den Besitz der linksgerichteten FARC-Rebellen gelangt seien. Daraufhin zog Venezuelas Staatschef Hugo Chávez aus Protest gegen die Vorwürfe den Botschafter aus Bogotá ab.

Bereits im März vergangenen Jahres hatte Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien vorübergehend ausgesetzt. Als Grund nannte Chávez den Angriff der kolumbianischen Armee auf ein FARC-Lager in Ecuador.

(ap/halp)

Kommentare aktiv...

S. Drago, Delémont

Verfasst am: 9.11.2009 16:24

F.Kirschbein

Ist immer schön erwachsene Menschen zu finden,... mehr

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F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.

Verfasst am: 9.11.2009 15:02

Im Irak wurde ein Krieg verloren?

Sehen Sie sich bitte einmal die Sicherheitslage... mehr

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F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.

Verfasst am: 9.11.2009 14:59

Dann fragen Sie doch mal bitte

...ein paar Iraker, ein paar Kosovaren und ein... mehr

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