20 Jahre Mauerfall
Symbol für Teilung und Einheit
Das Brandenburger Tor in Berlin ist ein Wahrzeichen Deutschlands. Vom Bau der Mauer 1961 bis zu deren Fall 1989 stand es isoliert im Grenzstreifen zwischen Ost und West. Mit der politischen Wende wurde es zum Symbol der Einheit.
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Der preussische König Friedrich Wilhelm II. liess von 1788 bis 1791 an der Stelle eines Stadttores den Sandsteinbau nach dem Vorbild der Propyläen der Akropolis in Athen errichten. Er zeigt in Richtung der 80 Kilometer westlich gelegenen Stadt Brandenburg.
Das Tor mit sechs Säulenpaaren ist 20 Meter hoch, 65 Meter breit und 11 Meter tief. Sein Schöpfer Carl Gotthard Langhans erdachte zur Krönung seines Werks, das ursprünglich «Friedenstor» heissen sollte, die Quadriga: einen vierspännigen Wagen mit der darin stehenden Friedensgöttin.
Der Platz am Brandenburger Tor war immer wieder Schauplatz historischer Ereignisse. Dort tobten Kämpfe der Märzrevolution 1848, dort wurden Siege in Kriegen gefeiert. Die Nationalsozialisten nutzten das Tor zur Selbstinszenierung mit Fackelmärschen.
Wenige Stunden nach Öffnung der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin 1989 standen an dem geschichtsträchtigen Platz DDR- Grenzsoldaten auf der Mauer, um zu verhindern, dass Menschen darüber kletterten.
Bevor die Mauer ganz fiel, gab es für kurze Zeit an einem wenige Meter breiten «Mauerloch» sogar einen improvisierten «Grenzübergang Brandenburger Tor». Heute ist das lange Jahre unzugängliche Tor Mittelpunkt vieler Grossveranstaltungen in Berlin.
(sda/horm)
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