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«New York Times»: Echte US-Arbeitslosenquote bei 17,5 Prozent
Die Arbeitslosigkeit in den USA hat nach einem Bericht der «New York Times» inzwischen das Niveau der grossen Depression der 1930er-Jahre erreicht: Die «echte» Arbeitslosenquote liegt einem Bericht der Zeitung zufolge bei inzwischen 17,5 Prozent.
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Das US-Arbeitsministerium hatte am Freitag die Arbeitslosenquote im Oktober - trotz der Konjunkturerholung - mit 10,2 beziffert, der offiziell höchsten Quote seit 1983. In Wirklichkeit ist der «New York Times» zufolge inzwischen mehr als jeder sechste US-Arbeitnehmer ohne richtigen Job.
Die angesehene Zeitung begründet ihre Analyse mit dem Verweis auf entmutigte Arbeitnehmer, die sich nicht mehr registrieren liessen sowie Teilzeit-Arbeitnehmer, die einen Vollzeit-Arbeitsplatz wollten.
US-Präsident Barack Obama hatte den jüngsten Anstieg der Arbeitslosenquote als ein «ernüchterndes Zeichen» bezeichnet. Er unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das eine Verlängerung der Arbeitslosenhilfe sowie Steuervergünstigungen für Erstkäufer von Häusern vorsieht. Diese Massnahmen würden das Wirtschaftswachstum fördern und Arbeitsplätze schaffen, sagte Obama.
Laut der neusten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) ist die Arbeitslosigkeit auch in der Schweiz innert Jahresfrist stark angestiegen, um beinahe 60 Prozent auf 157'000 Personen oder 4 Prozent. In der Realität sind jedoch auch in der Schweiz viel mehr Menschen betroffen. Sie tauchen in den Statistiken nicht mehr auf, weil sie ausgesteuert oder nicht mehr vermittelbar sind. «Die tatsächliche Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist etwa doppelt so hoch wie die Statistik vom Seco», bestätigt Carlo Knöpfel von der Caritas in der Sendung «10vor10».
(sda/gmue)



