Schweiz
Schweinegrippe: Welcher Impfstoff wird zuerst zugelassen?
Der Winter steht vor der Tür und die Schweiz bereitet sich auf die Schweinegrippe vor. Mit einer landesweiten Impf-Aktion, die in wenigen Tagen beginnt, soll die Bevölkerung wirksam gegen die Schweinegrippe geschützt werden. Im Vorfeld der Massenimpfung hat aber der mögliche Einsatz von Impfverstärkern, sogenannte Adjuvantien, und deren Nebenwirkungen für Aufregung gesorgt.
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Insgesamt 13 Millionen Dosen Grippeimpfstoff hat die Schweiz bei Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) bestellt. Einen mit Adjuvantien und einen, bei dem das Adjuvans separat geliefert wird. Ob Impfwillige wählen können, ist noch offen. Fest steht, dass Schwangere sowie Kleinkinder eine H1N1-Impfung ohne Adjuvans erhalten. Das liess die Arzneimittelbehörde Swissmedic verlauten.
Adjuvans
Ein Adjuvans (von lateinisch adiuvare = unterstützen, helfen) ist ein Hilfstoff, der die Wirkung eines Arzneistoffes verstärkt. Gleichzeitig erhöht sich die Wirksamkeit einer Impfung. Chemisch-pysikalisch handelt es sich häufig um Lösungsvermittler, Emulsionen oder Mischungen daraus. Idealerweise sollte ein Adjuvans keine eigenen pharmakologischen Wirkungen aufweisen. Das klassische Einsatzgebiet für Adjuvantien ist die Immunologie. Auch bei der Bekämpfung der Schweinegrippe kommen Adjuvantien zum Einsatz.
Der Einsatz von Adjuvantien hat aber in der Bevölkerung für Aufregung gesorgt. Vor allem mögliche Nebenwirkungen dominieren die Diskussion. Doch laut Novartis und GSK sind die Nebenwirkungen der neuen Präparate vergleichbar mit denen der saisonalen Grippeimpfstoffe.
Dies bedeutet vor allem eine Schwellung und Rötung an der Einstichstelle sowie Fieber-, Glieder- und Kopfschmerzen.
Auch Impfexperte Christoph Hatz vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich beruhigt: «Nur in sehr seltenen Fällen kann es zu Lähmungserscheinungen, dem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom kommen». Doch bis jetzt sind im Zusammenhang mit dem Impfstoff solche Fälle ausgeblieben.
Hatz verweist auch auf die Tatsache, dass bei Impfungen Adjuvanzen seit Dekaden verwendet werden. So werden beispielsweise bei Starrkrampfimpfungen Impfverstärker verwendet. Für Impfexperte Hatz ist klar: «Beim Einsatz der neuen Adjuvantien gegen die Schweinegrippe ging dies in der Kommunikation mit der Bevölkerung unter.»
Der Impfstoff von Novartis wurde auf Basis von Zellen einer Hundeniere kultiviert. Er enthält den Zusatzstoff MF59. Dieser besteht aus einem Gemisch von Wasser und Öl (Squalen), das seit 12 Jahren auch als Adjuvans für den saisonalen Grippeimpfstoff eingesetzt wird. Der Impfstoff von GSK hat ebenfalls als Adjuvans Squalen. Zusätzlich enthält er ein Vitamin-E-Derivat sowie das Tensid Polysorbat.
Das neue Adjuvans von GSK wurde bei umfangreichen klinischen Versuchen für den Imfpstoff auf Basis des Vogelgrippe-Virus getestet, den die Schweiz 2006 bei der GSK gekauft hatte. Deshalb lässt sich der Zusatzstoff von damals wieder verwenden. Als Konservierungsmittel enthalten die Impfstoffe von Novartis und GSK in geringen Mengen auch eine Quecksilberverbindung.
Am Freitagmorgen wird Swissmedic einen der beiden Impfstoffe für die geplante Massenimpfung zulassen und einige Wochen später dann den zweiten. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für den Freitagmorgen eine Medienkonferenz angekündigt.
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U. Keller, Klaeng
Verfasst am: 28.10.2009 9:14
ausser Spesen nichts gewesen
Na, keine Pandemie, und keine 2 Millionen... mehr
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P. Maurer, Vila Velha
Verfasst am: 28.10.2009 0:22
Achtung/Warnung an alle
Sollte eine (Zwangs)??? Impfung durch das... mehr
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P. Mauler, Schaffhausen
Verfasst am: 27.10.2009 12:12
Die Spenden
sollen dann aber nicht eingesetzt gegen dieses... mehr
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