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Hundertste Bank in den USA geschlossen

Samstag, 24. Oktober 2009, 9:20 Uhr

Die Pleitewelle der US-Banken hat nun mehr als 100 Institute erfasst. Mit der Schliessung von sieben Regionalbanken in mehreren Bundesstaaten wurde die Hunderter-Marke durchbrochen.

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In Naples im Bundesstaat Florida traf es als 100. Institut die Partners Bank. Sie ist mit einer Bilanzsumme von knapp 66 Millionen Dollar und 18 Angestellten klein. Die Stonegate Bank in Florida übernimmt alle Kunden und Vermögenswerte.

Auch für die American United Bank in Lawrenceville in Georgia sei das Aus besiegelt, teilte die Einlagensicherung FDIC mit. Sie war 111 Mio. Dollar schwer. Die Ameris Bank of Georgia werde alle Einlagen des zusammengebrochenen Instituts übernehmen.

Später wurde die Pleite Hillcrest Bank und der Flagship National Bank bekanntgegeben. Beide hatten ihren Sitz in Florida.

Auch die Bank of Elmwood in Wisconsin (327 Millionen Dollar) schloss ihre Pforten, wie auch Riverview Community Bank (108 Millionen Dollar) in Minnesota und die First Dupage Bank (279 Millionen Dollar Bilanzsumme) in Illinois. Damit stieg die Zahl der Bankenpleiten auf 106.

Das Bankensterben trifft nach den grossen Zusammenbrüchen zum Höhepunkt der Finanzkrise im vergangenen Jahr nun ganz überwiegend kleinere und mittelgrosse Häuser quer durch die USA. Experten sind überzeugt: Die Pleitewelle wird noch einige Zeit weiterrollen.

Die bisher grösste Pleite dieses Jahres war im August das Aus der Colonial Bank im Bundesstaat Alabama. Mit einer Bilanzsumme von 25 Milliarden Dollar war sie damals die sechstgrösste Bank, die in den USA jemals schliessen musste.

Grösster Zusammenbruch einer Geschäftsbank in der US-Geschichte war der Fall der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual im vergangen Jahr. Sie hatte sogar eine Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar. Im gesamten Jahr 2008 waren wegen der Finanzkrise 25 US-Geschäftsbanken und Sparkassen geschlossen worden.

Die Zahl der Bankenpleiten in Amerika ist damit in diesem Jahr so hoch wie seit 1992 nicht mehr, als zum Ende der schweren Krise der US-Sparkassen 181 Häuser in einem Jahr dicht machen müssen. Jahre dauernden Turbulenzen kamen damals Schätzungen zufolge sogar weit mehr als 2000 Sparkassen und Banken unter die Räder.

Die Einlagen der insgesamt knapp 8200 bei der FDIC versicherten Institute sind in den USA derzeit bis zu einer Summe von 250‘000 Dollar je Kunde zu 100 Prozent geschützt.

(sda/hues/engf)

Kommentare aktiv...

S. Hedin

Verfasst am: 25.10.2009 9:37

Meine Intervention waren teilweise erfolgreich?

Einige kleine Banken konnten wir in... mehr

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