Kultur
Rauschenberg im Tinguely-Museum in Basel
Das Museum Tinguely in Basel zeigt zwei Ausstellungen mit Werken von Robert Rauschenberg und Jean Tinguely. Die eine dokumentiert die Zusammenarbeit der beiden Künstler, die andere präsentiert eine wenig bekannte Werkgruppe Rauschenbergs.
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«Robert Rauschenberg - Jean Tinguely. Cooperations» und «Robert Rauschenberg: Gluts» wurden in Basel vorgestellt. Jean Tinguely (1925-1991) traf im Januar 1960 an Bord der «Queen Mary» erstmals in New York ein. Wenige Wochen danach inszenierte er im Garten des Museum of Modern Art seine «Homage to New York».
In der Performance zerstörte sich eine Maschine in einem halbstündigen Spektakel selbst. Robert Rauschenberg (1925-2008) trug den «Money Thrower for Jean Tinguely H.T.N.Y.» bei, der auf Spiralfedern aufgereihte Silberdollars ins Publikum schleuderte. Das Objekt stand am Beginn einer Kooperation und Freundschaft.
Das Tinguely-Museum zeigt diese Zusammenarbeit mit hochkarätigen Leihgaben aus Europa und Übersee sowie Bild-, Film- und Textdokumenten. Parallel dazu sind in der zweiten Schau die «Gluts» zu sehen, die Rauschenberg, Maler, Objektkünstler und Wegbereiter der Pop-Art, in den 1980er- und 1990er-Jahren geschaffen hat.
Die «Gluts» sind Assemblagen aus Fundobjekten wie Signaltafeln, Tankstellenbeschriftungen oder Auto- und Industrieabfällen. Dazu inspiriert worden war Rauschenberg durch die Wirtschaftsmisere in Texas Mitte der 1980er-Jahre, verursacht durch ein Überangebot (englisch: glut) an Erdöl.
Diese zweite Ausstellung wurde von der Peggy Guggenheim Collection in Venedig organisiert, dort im Sommer gezeigt und nun vom Museum Tinguely übernommen. Beide Ausstellungen sind ab Mittwoch zugänglich und dauern bis zum 17. Januar 2010.
(sda/bers)
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