International
Pakistans Armee befreit Geiseln
Ein Spezialkommando der pakistanischen Armee hat das Hauptquartier der Streitkräfte in Rawalpindi gestürmt und die Besetzung durch islamische Extremisten nach 22 Stunden beendet. Die Soldaten befreiten 25 Geiseln. 3 Geiseln wurden bei der Befreiungsaktion getötet. Der Anführer der Rebellen wurde festgenommen.
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Bei dem Überfall kamen insgesamt 19 Menschen ums Leben, 11 auf Seiten der Streitkräfte und 8 Angreifer, wie die Streitkräfte mitteilten.
Am Samstag hatten Extremisten das Hauptquartier der pakistanischen Armee mitten in den Vorbereitungen auf eine Militäroffensive gegen die Taliban angegriffen. Dabei starben nach Militärangaben sechs Soldaten und vier Angreifer, zwei Extremisten wurden verletzt festgenommen.
Nach einem Feuergefecht flüchteten mehrere Angreifer und nahmen in einem nahe gelegenen Gebäude zahlreiche Soldaten als Geiseln. Zunächst war von bis zu 15 Geiseln und von vier bis fünf Angreifern die Rede gewesen. Die Getöteten hätten sich alle in einem Raum befunden, sagte ein Armeesprecher.
Einer der Extremisten habe einen Sprengstoffgürtel umgebunden gehabt. Die Elitesoldaten hätten ihn aber erschossen, bevor er den Zünder habe betätigen können. Bei dem Feuergefecht seien allerdings auch drei Geiseln umgekommen.
Erst am Freitag waren bei einem mutmasslichen Selbstmordanschlag auf einen Bus in Peshawar 49 Menschen getötet worden. Am Montag hatte ein Selbstmordattentäter das Büro des Welternährungsprogramms in der Hauptstadt Islamabad gestürmt und vier Menschen mit in den Tod gerissen. Auch die Garnisonsstadt Rawalpindi war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen.
Die radikal-islamischen Taliban und die mit ihnen verbündeten Al-Kaida-Extremisten sind in den vergangenen Jahren auch in Pakistan immer stärker geworden. Derzeit bereitet sich die Armee auf eine Offensive gegen die Taliban in Süd-Waziristan im Grenzgebiet zu Afghanistan vor. Ein Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest.
Innenminister Rehman Malik sagte, die Anschläge von Islamabad, Peshawar und Rawalpindi hätten ihren Ausgangspunkt in Süd-Waziristan. «Jetzt hat die Regierung keine andere Möglichkeit mehr als eine Offensive zu starten», sagte Malik.
(agenturen/halp/stom)
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