International
Geiselnahme bei Taliban-Angriff in Pakistan
In der Garnisonsstadt Rawalpindi haben Aufständische das Hauptquartier der pakistanischen Streitkräfte überfallen und mehrere Offiziere als Geiseln genommen. Bei dem Angriff wurden nach Angaben eines Armeesprechers mindestens sechs Soldaten, ein Unbeteiligter und vier der Angreifer getötet.
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Weitere Aufständische gelangten auf das stark gesicherte Gelände, ohne dass sie zunächst von Sicherheitskräften entdeckt werden konnten, lautete es aus Geheimdienstkreisen. Nach Angaben des Fernsehsenders Geo bekannten sich die Taliban in einem Anruf zu dem Anschlag.
Bei ihrem Angriff trugen die Rebellen Militäruniformen. Von einem Lieferwagen aus eröffneten die Aufständischen das Feuer auf einen Kontrollpunkt und töteten und verwundeten dort die Soldaten. Danach drangen sie zu einer weiteren Kontrollstelle vor und warfen Handgranaten auf das Hauptgebäude.
Die Armee erwiderte das Feuer durch Scharfschützen, und auch Helikopter wurden eingesetzt. Das Hauptquartier in der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurde von Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt.
Vier oder fünf der angreifenden Rebellen verschanzten sich später mit zehn bis 15 Offizieren als Geiseln in einem Gebäudetrakt, das zum Geheimdienst gehört. Von dort wurden Schüsse gehört. Die Identität der Geiseln war vorerst nicht bekannt. Heeressprecher Generalmajor Athar Abbas sagte aber, dass es sich nicht um Mitglieder der Militär- oder Geheimdienstführung handelt.
Erst gerade wurden bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt in der pakistanischen Stadt Peshawar mindestens 52 Menschen getötet. Unter den Toten befanden sich auch sieben Kinder.
Die Explosion der Autobombe verletzte 100 Menschen. Auch hier wurden als Urheber des Anschlags radikalislamische Taliban vermutet.
(sda/sels)
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