International
UNO-Experte verteidigt Bericht zu Gaza-Krieg
Der Leiter der UNO-Untersuchung zu mutmasslichen Kriegsverbrechen während der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen hat die Ergebnisse seiner Kommission verteidigt. Richard Goldstone erklärte vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf, die Ergebnisse des Berichts seien nicht politisch motiviert.
Artikel bewerten
Artikel teilen
«Wir glauben stark an Rechtsstaatlichkeit, die Menschenrechte und das Prinzip, dass Zivilpersonen in Konfliktzonen bestmöglich geschützt werden müssen», sagte der frühere südafrikanische Richter vor einer Aussprache über die Ergebnisse im UNO-Menschrechtsrat.
Der 575 Seiten starke Bericht wolle beide Seiten des Konflikts für die Verletzung internationalen Rechts zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Regierung in Jerusalem hat den Bericht, der Israel mehrerer Kriegsverbrechen bezichtigt, scharf kritisiert. Ihr Botschafter bezeichnete ihn gar als Schande.
Der palästinensische Botschafter begrüsste den Bericht hingegen als «objektiv». Die Regierung in Jerusalem hatte eine Zusammenarbeit mit der UNO-Kommission abgelehnt, daher konnten die Experten keine Gespräche in Israel führen.
In dem Krieg vom 27. Dezember 2008 bis zum 18. Januar 2009 wurden fast 1400 Palästinenser getötet, darunter viele Zivilpersonen. Israel hatte 13 Opfer zu beklagen, neun von ihnen Soldaten.
Die Kommission untersuchte 36 Vorfälle möglicher Kriegsverbrechen oder von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und führte dazu Dutzende Interviews mit israelischen und palästinensischen Zeugen.
Eine Resolution der arabischen und muslimischen Staaten im UNO-Menschenrechtsrat unterstützt den Bericht und die Empfehlung, die möglichen Kriegsverbrechen an den UNO-Sicherheitsrat weiterzuleiten.
Sollte sich eine der Kriegsparteien einer eingehenden Untersuchung verweigern, heisst es im Bericht, sollte der Sicherheitsrat den Fall binnen sechs Monaten an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag überweisen.
Die bisherige Untersuchung der Israelis bezeichnete Goldstone als «verzagt», jene der Hamas als eine «komplette Fehlleistung».
Die europäischen Mitglieder in dem vor drei Jahren eingerichteten Gremium hiessen den Bericht vorsichtig willkommen, obgleich sie nicht alle Schlussfolgerungen mittragen wollten.
Die USA hingegen, die sich erstmals seit Bestehens des Gremiums an den Beratungen beteiligen, kritisierten den Bericht scharf.
Laut der Untersuchung haben sowohl Israel als auch radikale palästinensische Gruppen Kriegsverbrechen begangen.
Der Hamas wurde unter anderem vorgeworfen, unschuldige Menschen als Schutzschilde gegen die israelischen Angriffe benutzt zu haben.
(ap/bucf)
Meldungen im Tagesverlauf
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid
- ISS-Bewohner packen den Drachen aus
- Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
- Löw streicht Quartett aus EURO-Kader
- Ägypten: Ex-Regime-Mann gegen Islamist in Stichwahl
- Djokovic souverän in Runde 2
- Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen


Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Golden Gate Bridge im Lichterregen
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
SP könnte Steuerabkommen kippen
Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»






















O. Krapf, Weggis
Verfasst am: 1.10.2009 20:35
Konflikt nicht verstanden! (Teil 6)
FAZIT: Neben der militärischen Vorherrschaft... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
O. Krapf, Weggis
Verfasst am: 1.10.2009 20:14
Konflikt nicht verstanden! (Teil 5)
[...] Wer in den Medien besser wegkommt bzw. die... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
O. Krapf, Weggis
Verfasst am: 1.10.2009 20:09
Konflikt nicht verstanden! (Teil 4)
[...] so lange die Verluste in der... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten