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Besuch Medwedew

Experte: «Medwedew-Besuch hat symbolischen Wert für Wirtschaft»

Dienstag, 22. September 2009, 20:58 Uhr, Aktualisiert 23.09.2009, 4:38 Uhr

Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew habe für die Schweizer Wirtschaft vor allem symbolischen Wert, sagt der Freiburger Politwissenschafter Nicolas Hayoz. Medwedew hatte viele Wirtschaftsführer getroffen.

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Tag zwei von Medwedews Staatsbesuch

«Russland hat einen enorm hohen Bedarf an Technologien und Kapital aus der Schweiz», sagte der Osteuropa-Spezialist der Universität Freiburg. Und auch Russland sei mit seinem «immensen Markt» wichtig für die Schweiz.

Medwedew hatte am Montag eine Vielzahl von Wirtschaftsführern getroffen. Dabei hätten sie über den Schutz von Patenten und Investitionen diskutiert, wo es «auf russischer Seite noch enorm viel zu tun gibt», sagte Hayoz.

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hatte am Montag betont, dass Russland einer der wichtigsten Expansionsmärkte für viele Schweizer Unternehmen sei. Er erinnerte daran, dass rund 600 Firmen, in welche Schweizer investiert haben, auf dem russischen Markt präsent seien.

Die beiden Staaten hatten am Montag vier neue Abkommen unterzeichnet, eines davon über Visa. Dieser Bereich, in dem es «viel zu tun» gebe, sei wichtig für die Zukunft, sagte Hayoz. Er relativierte jedoch die übrigen Abkommen und erwähnte, dass viele «grosse Versprechen» eine Woche später vergessen seien, gerade im Sicherheitsbereich.

Dass die Schweiz als Vermittler für eine neue europäische Sicherheitsarchitektur ausserhalb der EU und der NATO - wie dies Medwedew am Montag gewünscht hatte - auftreten könne, glaubt Hayoz nicht. Russland hat unlängst einen eigenen Vorschlag für einen rechtlich verbindlichen Sicherheitsvertrag für Europa vorgebracht.

Gewiss sei der Besuch auch eine Gelegenheit gewesen, um über einen Neuanfang bei den bilateralen Beziehungen zu sprechen, sagte Hayoz. Der Flugunfall bei Überlingen, die Anerkennung Kosovos durch die Schweiz und die Jukos-Affäre hatten die Beziehungen belastet.

Doch die Schweiz sei nicht die USA und sie gelte für Russland «überhaupt nichts, wir haben keinen Trumpf», gab der Experte zu bedenken. Das Land habe nichts anzubieten ausser die Sicherheit der Banken und einen «exzellenten Ort», wo dank der Nähe von internationalen Organisationen wichtige Kontakte geknüpft werden könnten.

(sda/widb)

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W. Jost, Bern

Verfasst am: 26.9.2009 12:31

Kampfflugzeugbeschaffung

Also wenn die Schweiz wirklich glaubt neue... mehr

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I. Weiss, Bünzen

Verfasst am: 22.9.2009 23:11

Unverschämt!

Was Nicolas Hayoz von sich gibt! Ausser Banken... mehr

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