Besuch Medwedew
Auf Wiedersehen, Dmitri Medwedew!
Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew ist mit einem Ausflug in die Schöllenenschlucht in der Innerschweiz ausgeklungen. 27 Stunden nach der Landung hob das Flugzeug des Kremlchefs wieder auf dem Flughafen Zürich ab.
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Am Morgen traf Medwedew im Hotel in Bern Jaques Rogge, den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), für ein Gespräch. Danach wurde er mit einem Militärhelikopter nach Andermatt geflogen. Begleitet von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz nahm er beim Suworow-Denkmal an einer Gedenkfeier teil.
Nachdem er beim Denkmal einen Blumenkranz niedergelegt hatte, würdigte er in einer Rede die Verdienste und das Kriegsgeschick des russischen Generals Suworow. Dieser hatte 1799 mit seinen Truppen den Gotthard überquert, nachdem er im Zweiten Koalitionskrieg die französischen Truppen aus Oberitalien vertrieben hatte.
Gerade einmal etwas mehr als 20 Minuten hielt sich Medwedew und sein Begleiter in der Schöllenenschlucht auf. Dann machte sich der Tross - nebst zahlreichen Limousinen auch eine Vielzahl von Kleinbussen mit Sicherheits- und Betreuungspersonal - bereits Richtung Flüelen auf.
Das minutiös geplante Ausflugsprogramm sah darauf eine Kreuzfahrt auf dem Dampfschiff «Schiller» nach Brunnen vor. Die Fahrt bot zudem auch Zeit für ein Mittagessen, ehe Medwedew, Merz und der restliche Tross sich bereits wieder in die Fahrzeugkarawane setzten, welche sie nach Schwyz ins Bundesbriefmuseum brachte.
Am Flughafen Zürich verabschiedete sich der Schweizer Bundespräsident dann von seinem Gast aus Russland, dessen Flugzeug um 15.10 Uhr Richtung New York abhob. Dort wird Medwedew am G20-Gipfel und zur UNO-Vollversammlung erwartet.
Medwedews Ausflug in die Innerschweiz hat dem Präsidenten allerdings ein falsches Bild der Schweiz vermittelt. Denn die Orte, die er besuchte, verkamen durch die rigorosen Sicherheitsmassnahmen zu Kulissen.
Und die Leute, denen der russische Präsident begegnete, waren wie Statisten. So standen die russischen Kadetten, die bei der Gedenkfeier für Suworow einige Märsche darboten, bereits lange vor Medwedews kurzer Visite in der schattigen Schöllenenschlucht.
Allerdings wiesen die rigorosesten Sicherheitsvorkehrungen auch kleine Lücken auf. Zwar waren wegen Medwedew viele Strassen, ein Teil des Vierwaldstättersees und der Luftraum über der Innerschweiz gesperrt.
An zwei russischen Kadetten scheiterten die Sicherheitskontrollen jedoch. Da ihre Tubas zu gross für das Röntgengerät waren, passierten die beiden die Personen- und Gepäckkontrolle, bei der selbst die Schweizer Soldaten ihre Sturmgewehre überprüfen lassen mussten, unkontrolliert.
Und just als Medwedew mit Merz auf der Teufelsbrücke für ein Foto posierte, fuhr im Hintergrund ein Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn vorbei. Deren Passagiere hatten freie Sicht auf den russischen Präsidenten und gehörten damit zu den wenigen, die Medwedew in der Schweiz ohne Mühen zu Gesicht bekommen haben.
(sda/gmue/widb)
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E. Anywhere, St. Burnaby
Verfasst am: 23.9.2009 8:22
Hat sich doch der Fehlerteufel eingeschlichen!
"Dosvidaje" ist falsch, muß heißen... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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E. Anywhere, St. Burnaby
Verfasst am: 23.9.2009 8:17
Medwedew
Wie sieht die Kosten - Nutzen - Rechnung für die... mehr
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W. Helfer, Zürich
Verfasst am: 22.9.2009 21:06
Zustimmungen sagen hier
genauso wenig aus wie Zu- oder gegenstimmen für... mehr
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