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Wahlen Deutschland

Die CDU – Das Programm

Freitag, 18. September 2009, 23:26 Uhr, Aktualisiert 23:26 Uhr

Die CDU ist eine christlich-konservative Volkspartei. Sie vertritt vielfältige Interessen auf Basis abendländisch-christlicher Werte. Von einer eher Mitte-links-Orientierung nach dem Zweiten Weltkrieg bewegt sich die CDU mittlerweile immer mehr ins Mitte-rechts-Lager.

Blaue Wahlkampfflaggen der CDU.
Die CDU - prägend für die Nachkriegsära in Deutschland. (keystone)

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Die CDU hat in ihrer Geschichte mehrere Leitdokumente vorgelegt, die durchaus als Programme zu verstehen sind. Das Ahlener Programm von 1947 propagierte einen so genannten «christlichen Sozialismus». In dem Dokument finden sich marktwirtschaftliche, christliche und sozialistische Forderungen wieder.

Einen einheitlicheren Kurs schlug die CDU zwei Jahre später anlässlich der Bundestagswahl mit den Düsseldorfer Leitsätzen ein. Darin bekannte sich die Partei zur sozialen Marktwirtschaft als idealem «dritten Weg zwischen reinem Kapitalismus und Planwirtschaft». Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft ist untrennbar mit dem Namen Ludwig Erhard (Bundeskanzler 1963-1966) verbunden.

Das erste Grundsatzprogramm verabschiedete die CDU 1978 auf ihrem Parteitag in Ludwigshafen. Darin definiert sie sich als Volkspartei, die sich «an alle Menschen in allen Schichten und Gruppen» richtet. Ihre Politik begründete die Partei «auf dem christlichen Verständnis von Menschen und seiner Verantwortung vor Gott» sowie den Grundwerten «Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit».

In den 80er-Jahren wurde das Grundsatzprogramm mit den Stuttgarter Leitsätzen 1984 aufdatiert. Darin wurde versucht, das Konzept der sozialen Marktwirtschaft durch stärkere Liberalisierung an neue soziale und wirtschaftliche Veränderungen anzupassen.

Mit der Vereinigung von West-CDU und Ost-CDU wurde 1994 das erste gesamtdeutsche Programm der CDU verabschiedet, dass sich unter dem Titel «Freiheit und Verantwortung» an die Grundwerte des Programms von 1978 hielt. Ergänzt wurde das Programm durch Umweltpolitik, die sich auch im Grundsatz der «Bewahrung der Schöpfung» äusserte.

Die Wahlniederlage 1998 heizte die Diskussion um ein weiteres Programm an. In der Zwischenzeit hatte sich bereits einiges verändert: So wurde der Bezug auf christliche Vorstellungen schwächer und auch das konservative Familienbild wurde immer mehr aufgeweicht.

2007 wurde das nächste Grundsatzprogramm verfasst. Gerade das von Angela Merkel propagierte Modell der «Neuen Sozialen Marktwirtschaft» hat dabei Beachtung in der Öffentlichkeit gefunden. Hinter diesem Konzept verbirgt sich in erster Linie das Ziel, den Arbeitsmarkt stärker zu liberalisieren. Damit rückt die CDU weiter ins rechte Lager vor.

(sf/hues)

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