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Bundesratswahl 2009

Couchepin verabschiedet sich

Mittwoch, 16. September 2009, 8:46 Uhr, Aktualisiert 14:20 Uhr

Nach elf Jahren in der Landesregierung hat sich Bundesrat Pascal Couchepin vom Parlament verabschiedet. In seiner Rede unterstrich er die Bedeutung des Kompromisses, der Respektierung der Minderheiten und des Vertrauens.

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Couchepins Abschied

Die Schweiz sei stark, weil sie um ihre potenziellen Schwächen wisse. Die Schweiz sei ein vielfältiges Land, sowohl was seine sozio-ökonomische Lage als auch was seine Geschichte und Kulturen betreffe. Die Schweiz sei ein Land, das keine maximalistischen Lösungen zulasse. Kompromisse und der Respekt der Minderheiten seien die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens.

Ersichtlich werde dies beispielsweise im gemeinsamen Bemühen um eine Landwirtschaftspolitik, die auch jungen Generationen Perspektiven eröffne. Ersichtlich werde dies auch im politischen System und nicht zuletzt auch im Respekt, den die sprachliche Mehrheit den kulturellen Minderheiten entgegenbringe.

Eine dynamische Gesellschaft bedürfe zur Lösung politischer und sozialer Probleme eines Minimums an Vertrauen: ein kritisches Vertrauen gegenüber den Behörden, Vertrauen in den guten Willen jener, die nicht gleicher Meinung seien, Vertrauen in die Zukunft.

Die Schweiz durchlebe derzeit schwierige Zeiten. Das Land habe sich bisher keiner Staatengemeinschaft oder dauerhaften Allianz angeschlossen. Diese Isolierung habe ihre Gründe, stelle gleichzeitig aber eine grössere Herausforderung dar.

Zuvor wurde Couchepin von Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi gewürdigt. Mit Pascal Couchepin verliere die Landesregierung einen liberalen Bundesrat mit sozialem Gewissen, der sich von Umfragewerten nicht beeinflussen liess, sagte sie vor der Vereinigten Bundesversammlung.

Couchepin sei ein wahrer Staatsmann gewesen. Er habe die Schweiz mit seinem Freigeist, seinem Klartext, seiner Toleranz, seinem politischen Mut, seinem Einsatz für das Gemeinwohl bei gleichzeitigem Respekt vor den Institutionen geprägt.

Couchepin sei mehr als ein «animal politique» gewesen, sagte Simoneschi-Cortesi. Er habe der Regierung mit Intelligenz, Kraft und Herz ein Gesicht gegeben. Nichts Menschliches sei ihm fremd. Couchepin habe nie um Popularität gebuhlt und provozierende Ideen in die Arena geworfen.

Der Walliser Couchepin habe die Vision gehabt, den Sozialvertrag zwischen den Generationen neu zu beleben. Das Volk werde am 27. September bei der Abstimmung über die Sanierung der Invalidenversicherung zeigen, wie viel Rückhalt der Innenminister in der Sozialpolitik habe, sagte Simoneschi-Cortesi.

(sda/sidd)

Kommentare aktiv...

H. Bernoulli, Zürich

Verfasst am: 21.9.2009 15:24

Nicht vergessen

Die Vorgänge beim Programm zur Evaluation der... mehr

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X. Perte, Höngg

Verfasst am: 16.9.2009 22:31

Le roi, c'esst moi!

Das war das Credo von Pascal Couchepin. Und das... mehr

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K. Kirk, Orion

Verfasst am: 16.9.2009 18:05

Wahnsinn

wie jetzt geschleimt und schöngeredet wir. Das... mehr

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