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Bundesratswahl 2009

Bundesrats-Kollegium wird jünger

Mittwoch, 16. September 2009, 16:40 Uhr, Aktualisiert 18.09.2009, 20:04 Uhr

Die Stabübergabe vom über 67-jährigen Pascal Couchepin an den 49-jährigen Didier Burkhalter Anfang November drückt das Durchschnittsalter des Bundesratskollegiums von 60 Jahren und 8 Monaten auf 57 Jahre und 8 Monate. Auch die Juristen sind nicht mehr in der Mehrheit.

Didier Burkhalter mit den sieben Bundesräten und der Bundeskanzlerin.
Didier Burkhalter (links) sorgt für junges Blut im Gremium. (reuters)

Als Ältester der Landesregierung wird Hans-Rudolf Merz am 10. November seinen 67. Geburtstag feiern. Das Frauen-Rentenalter von 64 Jahren erreicht hat im Juli Micheline Calmy-Rey. Moritz Leuenberger wird kommende Woche 63 Jahre alt.

Vier Jahre jünger als Leuenberger ist Ueli Maurer, der am 1. Dezember sein 59. Wiegenfest feiert. Mit einigem Abstand folgt Eveline Widmer-Schlumpf. Sie ist im März dieses Jahres 53 geworden. Die Jüngste bleibt mit ihren 46 Lenzen Doris Leuthard.

Weit entfernt sind selbst die ältesten der amtierenden Regierungsmitglieder vom Freisinnigen Adolf Deucher. Dieser starb 1912 mit über 81 Jahren im Amt, das er 52 Jahre zuvor angetreten hatte.

Als 49-Jähriger ist Burkhalter ein vergleichsweise junger Bundesrat. Mit Ausnahme der ausgesprochen jung gewählten Ruth Metzler (34) und von Doris Leuthard (43) standen in den letzten Jahren die meisten neuen Magistraten in den Fünfzigern.

Als Jüngster in der 161-jährigen Geschichte des Bundesstaates liess sich der Neuenburger Numa Droz 1875 mit 31 Jahren in den Bundesrat wählen. Kurz vor ihrem 35. Geburtstag standen Jakob Stämpfli 1854 und - als Drittjüngste - Metzler 1999. Ausser Metzler wurde im 20. Jahrhundert nur gerade der 39jährige Marcel Pilet-Golaz (1928) im Alter unter vierzig in den Bundesrat gewählt.

Den Altersrekord hält Gustave Ador, der sein Amt 1917 erst mit 71 Jahren antrat. An zweiter Stelle folgt mit 65 Jahren Joseph Escher (1950), an dritter mit 63 Jahren bereits Christoph Blocher (2003). Auch der amtierende Finanzminister Merz war bereits 61, als er 2003 in die Regierung gewählt wurde.

Mit der Wahl von Didier Burkhalter verlieren die Rechtsgelehrten im Bundesrat die Mehrheit. Der Jurist Pascal Couchepin wird durch einen Ökonomen abgelöst. Ein Rechtsstudium absolviert haben von den amtierenden Regierungsmitgliedern Moritz Leuenberger, Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf.

Micheline Calmy-Rey ist von Haus aus Politikwissenschafterin, Hans-Rudolf Merz Dr.rer.pol. und früherer Unternehmensberater, Ueli Maurer Kaufmann und Buchhalter.

Seit 1848 wurden insgesamt 70 Juristen und Juristinnen in den Bundesrat gewählt. Von den 112 Regierungsmitgliedern haben 99 ein Hochschulstudium absolviert. Der letzte Nichtakademiker vor Maurer war 1988 bis 2000 der Berner SVP-Vertreter Adolf Ogi mit einem Handelsdiplom.

Der Königsweg in den Bundesrat führt immer noch durch das Parlament. Wie sein Vorgänger Pascal Couchepin hat auch Didier Burkhalter seine Sporen in den eidgenössischen Räten abverdient.

Von den bisherigen 112 Mitgliedern der Landesregierung seit 1848 gehörten zur Zeit der Wahl 92 einer eidgenössischen Kammer an, 59 dem Nationalrat, 33 dem Ständerat. Bisher konnten nur 18 Kantonspolitiker und Ex-Abgeordnete in den Bundesrat einziehen. Von den amtierenden Regierungsmitgliedern schafften dies die Regierungsrätinnen Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf.

Moritz Leuenberger, Doris Leuthard und Ueli Maurer kommen aus dem Nationalrat, Hans-Rudolf Merz sass wie Burkhalter im Ständerat.

Nur gerade zwei Persönlichkeiten gelang ein echter Quereinstieg: 1961 Hans Schaffner als Direktor der Handelsabteilung und 1993 Ruth Dreifuss als Gewerkschaftsfunktionärin.

(sda/horm)

Kommentare aktiv...

J. simon, erlach

Verfasst am: 16.9.2009 22:09

Fazit

meiner Gedanken zum `Kuscheln & Kuschen - Das... mehr

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O. berdorf, Globiwil am See

Verfasst am: 16.9.2009 21:53

Saubere Pyamas

Man kann nur hoffen, dass auch nach kuschen,... mehr

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J. simon, erlach

Verfasst am: 16.9.2009 21:47

Profilierung

im Berufsleben, es gelüstet einem noch nach... mehr

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