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International

Moldawischer Präsident Voronin tritt zurück

Freitag, 11. September 2009, 12:03 Uhr

In Moldawien hat der zurückgetretene Präsident Vladimir Voronin die Führung des Landes offiziell an die prowestlichen Kräfte übergeben. Er nehme «schweren Herzens» Abschied, sagte der 68-Jährige am Freitag im moldawischen Fernsehen.

Porträt von Voronin mit strengem Blick.
Machtwechsel in Moldawien: Präsident Voronin gibt die Führung ab. (reuters)

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Seinen Rücktritt hatte er Anfang des Monats erklärt. Laut Verfassung wird der Ende August gewählte prowestliche Parlamentschef Mihai Ghimpu das Amt des Präsidenten vorübergehend übernehmen.

Ghimpu gilt als Anhänger einer Vereinigung mit dem EU-Nachbarn Rumänien. Das völlig verarmte Moldawien steckt seit Monaten in einer schweren innenpolitischen Krise.

Er wolle künftig in der Opposition als Parlamentsabgeordneter arbeiten, sagte Kommunistenchef Voronin. Seine Partei ist weiter stärkste Kraft in dem Ende Juli gewählten Parlament.

Das neue Regierungsbündnis mit dem Namen Allianz für europäische Integration benötigt mindestens acht Stimmen der Kommunisten, um im Parlament ein neues Staatsoberhaupt wählen zu können. Die Allianz aus vier Parteien hat nur 53 der für die Präsidentenwahl nötigen 61 Mandate.

Einziger Präsidentenkandidat ist der von den Kommunisten zur Opposition übergetretene frühere Parlamentschef Marian Lupu. Sollte die Wahl eines Nachfolgers für Voronin scheitern, kommt auf Moldawien eine neue Parlamentswahl Anfang 2010 zu. Das wäre in dem bisher von Korruption und Vetternwirtschaft geprägten Land nach den Wahlen im April und Juli die dritte innerhalb von zwölf Monaten.

(sda/bers)

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