Schweiz
Maurer ehrt Zweit-Weltkrieg-Veteranen
An einem Gedenkanlass zur Kriegsmobilmachung vom 2. September vor 70 Jahren hat Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) die Schweizer Zweit-Weltkrieg-Veteranen geehrt. Er sprach ihnen vor über 1000 Zuschauern in Full-Reuenthal (AG) den Dank des Vaterlandes aus.
Das Volk sei zu dieser Zeit an die Grenze seiner Kraft gegangen und habe Verzicht und Entbehrungen in Kauf genommen, sagte Maurer in seiner Ansprache. Wenn er den Sold der Aktivgeneration anschaue - «ein paar Zweifränkler» - sei es unanständig und frech, diese Generation zu kritisieren.
Die Leistung der Veteranengeneration spiegle sich in der Wahrnehmung des Auslands, hielt Maurer fest. «Die Entschlossenheit von Regierung und Volk, die schweizerische Neutralität gegen jeden Angreifer zu verteidigen, steht bisher ausser Zweifel», zitierte er aus einem Dokument der deutschen Generalität.
Der Aargauer Landammann Roland Brogli (CVP) überbrachte die besten Wünsche der Aargauer Regierung. Ans Rednerpult traten zudem Hans Wächter, Divisionär a.D. und Präsident der Aktion Aktivdienst sowie Thomas Hug, Präsident des Vereins Militär- und Festungsmuseums.
Zwischen den Reden wurde während des Spiels der Militärmusik den Männer und Frauen des Aktivdiensts und den Opfern des Zweiten Weltkriegs weltweit gedacht. Nach den Ansprachen marschierten auf dem Gelände Soldaten in Originaluniformen vorbei.
Der Gedenkanlass im Militärmuseum wird von der Aktion Aktivdienst sowie dem Militär- und Festungsmuseum Full-Reuenthal organisiert. Sie wollen damit den Durchhaltewillen und die während der Aktivdienstjahre 1939 bis 1945 ertragenen Entbehrungen würdigen.
Mit dem Gedenkanlass wollen die Organisatoren die gefahrvolle Zeit und die Leistung der Armee wieder ins Bewusstsein rücken. Nach Angaben der Organisatoren strömten über 1000 Personen zum Gedenkanlass.
Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) wollte in Koblenz (AG) eine Gegenveranstaltung zum Gedenkanlassdurchführen. Es sei ein Skandal, dass in Full-Reuenthal der 42'000 Pferde gedenkt werde, nicht aber den 55 Millionen Kriegsopfer, teilte die GSoA am Freitag mit.
Da die Anfrage SBB-Boden betraf, habe die Gemeinde Koblenz das Gesuch weitergeleitet, sagte Gemeindeammann Heidi Wanner. SBB-Sprecher Roman Marti erklärte, dass die SBB gemäss ihren Bestimmungen auf ihrem Boden grundsätzlich keine politischen Veranstaltungen dulde.
Die GSoA kündigte darauf einen Gedenkanlass in Bern für die Opfer des Krieges und der Shoah an. Die GSoA erhielt dabei Unterstützung von der SPS, den Grünen, der Juso, den Jungen Grünen sowie von christlichen und jüdischen Friedensorganisationen.
Die Schweiz hatte am 2. September 1939 die Kriegsmobilmachung von über 400'000 Soldaten angeordnet. Am Tag zuvor hatten Deutsche Truppen am frühen Morgen die Grenze zu Polen überschritten.
Der Deutsche Panzerkreuzer «Schleswig-Holstein» eröffnete am 1. September 1939 das Feuer auf polnische Munitionslager auf der Westerplatte. Damit begann der Zweite Weltkrieg.
(sda/hesa)
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F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.
Verfasst am: 7.9.2009 14:27
Hitler hat doch stets all jene
...Länder (zunächst) verschont, die ihm von... mehr
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F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.
Verfasst am: 7.9.2009 14:19
Bei der Gelegenheit
...bedanke ich mich auch bei all jenen... mehr
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S. Lamprecht, Eglisau
Verfasst am: 6.9.2009 20:34
Frau....
Frau Hasler ganz ihrer Meinung! Sie da gits!!
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