Inhalt

Woerth: «Die 3000 Kontodaten sind kein Bluff»

Montag, 31. August 2009, 19:42 Uhr, Aktualisiert 01.09.2009, 9:04 Uhr

Frankreich ist «ganz legal» an die 3000 Namen von steuerpflichtigen Inhabern von Schweizer Bankkonten gelangt. Dies erklärte der französische Haushaltsminister Eric Woerth gegenüber der «Tagesschau».

Videoplayer
Frankreichs Regierung besitzt Schweizer Bankdaten

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 4
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Die Daten seien im Rahmen von Steuerkontrollen in Frankreich geliefert worden, sagte Woerth und betonte zugleich, dass es sich nicht wie von gewissen Medien spekuliert um einen Bluff Frankreichs handle.

Dass Schweizer Banken die Informationen an Frankreich weitergegeben hätten und Frankreich legal an die Daten gelangt sei, sei nicht weiter verwunderlich, erklärte der Haushaltsminister: «Das Gegenteil wäre erstaunlich, wenn ein Staat über keine Informationen verfügen würde über Bürger, die Steuern hinterziehen wollen.»

Daneben betonte der Haushaltsminister aber auch, dass diese Aktion den weltweiten Wandel aufzeige:«In der Welt nach der Krise will man mehr Transparenz und das ist enorm wichtig, man kann ja nicht gleich weitermachen wie zuvor.»

Urs Ph. Roth, den Geschäftsführer der Schweizerischen Bankiervereinigung reagiert auf die Aussagen Woerths sehr skeptisch und erklärt: «Eine Schweizer Bank würde sich strafbar machen, in dreifacher Hinsicht: Das wäre Bankgeheimnisverletzung, und daneben könnte es auch wirtschaftlicher Nachrichtendienst sein und Handeln für einen fremden Staat.»

Auch könne er sich nicht vorstellen, dass die Banken freiwillig Daten ausgeliefert hätten. Dies würde nur aufgrund einer rechtsgültigen Verfügung einer Schweizer Behörde passieren, die nach den Regeln eines Doppelbesteuerungsabkommens verfasst worden wäre, sagte Roth weiter.

Und schliesslich verteidigt der Geschäftsführer der Bankiervereinigung ausländische Konto-Inhaber in der Schweiz: «Es ist nicht so, dass sämtliche französische Bürger, die ein Konto in der Schweiz unterhalten, auch die Steuern hinterziehen.»

(sf/bucf)

Kommentare aktiv...

E. Hasler, Zürich

Verfasst am: 1.9.2009 14:45

Praktisch nur auf illegalem Wege

Dass CHer Banken dies aus freien Stücken täten,... mehr

Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

P. Beutler, Leissigen

Verfasst am: 1.9.2009 11:51

Die geradezu euphorischen Erleichterungsrufe nach dem

Vergleich mit den USA sind noch nicht verklungen... mehr

Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

H. Meier, Zürich

Verfasst am: 1.9.2009 11:41

Eins darf man nie vergessen

Das Beste was Politiker können ist lügen!

Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.