Schweiz
Entscheidender Tag für Merz - Geiseln noch in Libyen
Die beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer könnten bald heimkehren. Ein Flugzeug des Bundes ist laut Informationen des Schweizer Fernsehens nach Tripolis aufgebrochen und dort bereits vergangene Nacht gelandet.
- SF Wissen: Videodossier «Libyen-Affäre»
- 24.08.09: APK nimmt Merz in die Zange
- 24.08.09: Rückkehr der Geiseln: EFD im Kontakt mit Libyen
- 23.08.09: User beurteilen Merz' Entschuldigung negativ
- 21.08.09: In Libyen festgehaltene Schweizer kommen frei
- 21.08.09: Das Abkommen zwischen der Schweiz und Libyen
Artikel bewerten
Artikel teilen
Eine offizielle Bestätigung von Seiten der Schweizer Behörden liegt aber nicht vor. Das Departement von Hans-Rudolf Merz schwieg bisher. Es werde informiert, sobald es etwas zu sagen gebe, hiess es bis am frühen Dienstagabend beim Eidg. Finanzdepartement (EFD). Auch der Bundespräsident hatte sich an einer Pressekonferenz über ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Luxemburg am Mittag in Schweigen gehüllt.
Bei einem Treffen zwischen Merz und dem libyschen Ministerpräsidenten Al-Baghdadi Ali al-Mahmoudi vom vergangenen Donnerstag hatte dieser dem Bundespräsidenten versichert, die beiden seit über einem Jahr in Tripolis festgehaltenen Schweizer Geschäftsleute könnten bis am 1. September in die Heimat zurückkehren.
Im Vertrag, den Merz und der Ministerpräsident Libyens mit dem Ziel der Beilegung der diplomatischen Krise unterschrieben, ist die Freilassung der beiden Schweizer allerdings nicht erwähnt. Dies brachte dem Bundespräsidenten hierzulande scharfe Kritik ein.
Für Furore sorgte allerdings namentlich die Entschuldigung, die Merz im Vertrag für die «ungerechtfertigte und unnötige» Verhaftung eines Sohnes von Staatschef Muammar al-Gaddafi in Genf im Juli 2008 vorbrachte. Die Kommentare von Politikern und Medienschaffenden reichten von «Kniefall» vor Gaddafi bis hin zu «Kapitulation».
Lob erhielt Merz allerdings von Economiesuisse. Libyen sei ein interessanter Geschäftspartner für die Schweiz, sagte ein Vertreter des Wirtschaftsdachverbandes am Montagabend gegenüber Schweizer Radio DRS. Man begrüsse es deshalb, wenn eine Entschuldigung von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz auch die wirtschaftlichen Beziehungen wieder ankurble.
Für Nicolas Hayek hingegen ist es nicht akzeptabel, dass die Schweiz sich in der Affäre Gaddafi «aus wirtschaftlichen Gründen» bei Libyen entschuldigt hat. Laut Hayek rechtfertigt nur ein humanitärer Grund diesen «Kniefall», sagte er in einem Interview mit dem «Blick» vom Dienstag.
Nur eine Rückkehr der Geiseln rechtfertige das Abkommen, heisst es auch in einem Communiqué, das die Swatch Group und der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie gleichentags gemeinsam publizierten.
(agenturen/tscj/hesa/godc/fasc)
Meldungen im Tagesverlauf
- Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
- Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
- Studie kritisiert MSC-Fischlabel
- Norditalien: Zweites schweres Beben innerhalb weniger Stunden
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Frankreich verzichtet für EURO auf Gourcuff
- Bald-Papa Robbie Williams: Für seine Kleine macht er sich fit
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt
- Dänemark-Keeper Sörensen verpasst EURO
- 500'000 Chilenen üben den Ernstfall
- Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
- Max Loong versucht sich an der Stange
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an
- Transfers und Gerüchte: Abraham möchte zum HSV


Norditalien: Zweites schweres Beben innerhalb weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
SP könnte Steuerabkommen kippen














M. O, Wollerau
Verfasst am: 26.8.2009 15:14
Schade ...
dass im Ausland nicht mehr zu diesem Schluss... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
M. Eberling, Locarno Monti
Verfasst am: 26.8.2009 14:01
Libyen
Könnte man wohl nicht einfach BR Merz und BR... mehr
Zustimmen — 13 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
M. Stalder, Thun
Verfasst am: 26.8.2009 13:53
Jet in Libyen
Es ist eine Arrogante frechheit diese zwei ABB... mehr
Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten