Schweiz
Wolf seit 10 Jahren wieder in der Schweiz
Der Wolf wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz ausgerottet, überlebte jedoch im benachbarten Italien. Seit gut einem Jahrzehnt stösst die wachsende italienische Wolfspopulation in den westlichen Alpenraum und somit auch in die Schweiz vor.
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Nach Erfahrungen aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland erfolgt die Wiederbesiedlung einer Region durch den Wolf in drei Phasen. In einer ersten Phase wandern vorwiegend junge männliche Wölfe ein, die auf der Suche nach einem geeigneten Territorium weit umherziehen. Wo sie genug Nahrung finden, werden sie sesshaft.
In einer zweiten Phase wandern auch Wölfinnen ein und es bilden sich Paare, die sich auch fortpflanzen. In einer dritten Phase hat sich der Wolf flächig ausgebreitet und die regelmässige Vermehrung führt zu Abwanderungen in neue Gebiete.
Als Reaktion auf die Rückkehr des Wolfes in die Schweiz wurde 1996 die Arbeitsgruppe Grossraubtiere einberufen, welche in den darauf folgenden Jahren ein «Konzept Wolf» Schweiz ausarbeitete. In der Arbeitsgruppe Grossraubtiere sind Vertreter des Bundes, der Kantone sowie verschiedener Interessensverbänden aus der Landwirtschaft, der Jagd und des Naturschutzes vertreten.
Im Jahre 2004 wurde das erste «Konzept Wolf» durch das damalige Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL in Kraft gesetzt. Ziel des Konzeptes war, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Probleme zu minimieren, welche zwischen Menschen mit ihren Aktivitäten und Bedürfnissen sowie der Anwesenheit von Wölfen entstehen können.
(sf/sprm)
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