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International

Muslime empört wegen Schalke-Vereinslied

Montag, 3. August 2009, 19:22 Uhr

Der deutsche Fussball-Klub Schalke 04 hat wegen seines Vereinsliedes «Blau und Weiss wie lieb ich dich» Kritik der Muslime auf sich gezogen. Nachdem türkische Medien über das 1924 getextete Lied berichteten, hagelt es nun Protestbriefe und Drohungen. Angeprangert wird, dass in einer Strophe der Prophet Mohammed verhöhnt werde.

Fussballer laufen vor einer Menschenmenge durch.
Um das Vereinslied von Schalke ist ein religiöser Streit entbrannt. (keystone)

In der dritten Strophe des Liedes heisst es wörtlich: «Mohammed war ein Prophet, der vom Fussballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weisse ausgedacht.» Das Lied wurde 1924 getextet und wird noch heute vor dem Anpfiff jedes Heimspiels von den Fans gesungen.

Boykott von Bundesligaspielen angedroht

Nun berichtet die «Süddeutsche Zeitung» von massiven Drohungen. So heisst es in einem Brief: «Was hat unser Prophet mit eurem ungläubigen Lied zu tun? Löscht diesen Teil oder ihr müsst die Konsequenzen tragen!»

Laut der Zeitung bedrängen nun strenggläubige Muslime, die sich auch als Schalke-Fans bekennen, den Gelsenkirchener Traditionsklub, die dritte Strophe seiner Vereinshymne zu streichen und drohen mit dem Boykott der kommenden Bundesligaspiele.

Schalke will Situation abklären

Schalke 04 nimmt die Vorwürfe ernst. «Wir haben einen Islamwissenschaftler beauftragt, die Sache eingehend zu analysieren. Bis dies geschehen ist, wird es von uns keine weiteren Stellungnahmen geben», sagte ein Klubsprecher.

Auch der Vorsitzende des Schalker Ehrenrates, der pensionierte Pfarrer Hans-Joachim Dohm, will die Proteste nicht einfach ignorieren. Wenn sich Gläubige durch das Schalke-Lied verletzt fühlten, sei dies ernst zu nehmen. «Zunächst müssen wir aber klären, ob es sich hier um künstliche Empörung oder ehrliche Überzeugung handelt», sagte Dohm der «Süddeutschen Zeitung».

Zentralrat der Muslime will Wogen glätten

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland sieht Handlungsbedarf, versucht aber auch, die Wogen zu glätten. «Ich erkenne keine böse Absicht oder direkte Blasphemie. Allerdings kommt der Respekt nicht zum Ausdruck, dem wir als Muslime dem Propheten entgegenbringen. Die lapidare Formulierung kann schon dem einen oder anderen die Zornesröte ins Gesicht treiben», sagte Generalsekretär Aiman Mazyek.

(agenturen/hues)

Kommentare aktiv...

O. Stang

Dortmund
Verfasst am:
4.8.2009 12:45

 

Nicht zu fassen !!

Schalke-Hymne 1) Zunächstmal sollte die... mehr …

zustimmen Zustimmen 8 Leser sind auch dieser Meinung.
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C. Kindler

Zürich
Verfasst am:
4.8.2009 11:53

 

Warum denn so kleinlich?

Warum sollen wir denn gleich so kleinlich sein... mehr …

zustimmen Zustimmen 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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F. Kirschbein

Freiburg/Brsg.
Verfasst am:
4.8.2009 11:14

 

Nicht nur die Männer

Sogar die Frauen.

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