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International

US-Touristen im Iran verhaftet

Samstag, 1. August 2009, 2:25 Uhr, Aktualisiert 22:12 Uhr

Iranische Soldaten haben offenbar drei US-Touristen nahe der irakischen Grenze festgenommen. Die USA schalteten umgehend die Schweiz ein, welche seit 1980 die US-Interessen in der Islamischen Republik vertritt.

Grenzgebirge.
Die Grenze zwischen dem Irak und Iran ist nicht eingezeichnet. (reuters)

Eine Sprecherin der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad sagte, man könne die Berichte aus dem Iran zwar vorderhand nicht bestätigen, nehme die Angelegenheit aber sehr ernst. Aus diesem Grund habe man die Schweizer Botschaft in Teheran gebeten, der Sache auf den Grund zu gehen.

Die drei Amerikaner wurden offenbar nahe der irakischen Grenze von iranischen Militärs festgenommen. Zu den Festnahmen soll es nach einer irrtümlichen Überquerung der Grenze zum Iran gekommen sein. Die iranische Regierung habe am Samstag die Festnahmen bestätigt, berichtete der britische Sender BBC.

Die Touristen hätten bei einer Bergwanderung im Nordirak offenbar aus Versehen die Grenze zum Iran überschritten, hiess es in irakischen Sicherheitskreisen. Die beiden Männer und die Frau seien trotz Warnungen auf einen Berg gestiegen.

Die Reisegruppe habe ursprünglich aus vier Touristen bestanden und sei am Mittwoch in Suleimanija eingetroffen, sagte Kadr Hamajan von den örtlichen Sicherheitsbehörden. Am Donnerstag seien drei von ihnen zu den Wasserfällen von Ahmed Awa rund 150 Kilometer östlich der Stadt aufgebrochen, während das vierte Mitglied der Gruppe krank zurückblieb.

«Sie riefen ihren Freund in Suleimanija an und sagten ihm 'Wir sind in Schwierigkeiten'», erklärte Hamajan. Sie würden von Soldaten festgehalten, die weder Kurdisch noch Arabisch sprächen.

Dies könne nur bedeuten, dass die drei Touristen offenbar von iranischen Sicherheitskräften festgenommen worden seien, sagte Hamajan. In der Region um Ahmed Awa ist der Grenzverlauf zwischen Irak und Iran nicht markiert.

Die Beziehungen zwischen den USA und Iran sind wegen des umstrittenen Atomprogramms der Regierung in Teheran äusserst angespannt. Auch die Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, die nach Ansicht der Opposition gefälscht ist, belastet das Verhältnis beider Staaten.

(sda/fasc/widb)

Kommentare aktiv...

A. Guant, Sunybeach

Verfasst am: 2.8.2009 19:17

Spähtrupp?

jedenfalls sind das, sicher keine... mehr

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A. Ka, Iraq

Verfasst am: 2.8.2009 14:02

Dummheit

Achmad Awa ist ein sehr schöner Ort für ein... mehr

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W. Zbinden, Bern

Verfasst am: 1.8.2009 12:05

Vorurteile

Es ist doch praktisch, dass es ab und zu... mehr

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