International
Moldawien wählt pro-europäisch
Bei der Parlamentswahl in Moldawien hat sich Wählernachfragen zufolge ein Sieg der pro-europäischen Parteien über die regierenden Kommunisten abgezeichnet. Laut der am Mittwochabend veröffentlichten Umfrage des Instituts für Staatspolitik kamen die vier Oppositionsparteien auf 53,9 Prozent. Die Kommunistische Partei von Staatspräsident Wladimir Woronin lag bei 41,7 Prozent.
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Die Abstimmung drei Monate nach den heftigen politischen Unruhen galt als wichtiger Richtungsentscheid zwischen einer weiteren Anlehnung an Russland oder einer engeren Anbindung an die Europäische Union.
Falls sich die Prognosen bestätigen sollten, könnten die pro-europäischen Parteien gemeinsam die neue Regierung bilden. Die Liberale Partei kündigte bereits Verhandlungen über ein Regierungsbündnis an.
Die Berechnung basierte dem Institut zufolge auf einer Befragung von etwa 17'000 Wählern in 200 Wahllokalen im ganzen Land. Die Fehlerquote wurde mit zwei Prozentpunkten angegeben.
Die Wahlbeteiligung lag bis 18 Uhr, zwei Stunden vor Schliessung der Wahllokale, bei etwas mehr als 49 Prozent, wie die Behörden mitteilten.
Insgesamt traten acht Parteien an, von denen aber nur fünf die Fünf-Prozent-Hürde schaffen dürften. Die Wahl wurde von rund 3000 lokale und internationalen Beobachtern begleitet.
Die Parlamentswahl am 5. April war in einem Fiasko geendet. Das Ergebnis zugunsten der seit 2001 regierenden Kommunisten löste massive Proteste aus, bei denen mindestens drei Menschen ums Leben kamen.
Danach boykottierte die Opposition zwei Mal die Wahl eines neuen Staatspräsidenten, woraufhin Woronin eine Neuwahl des Abgeordnetenhauses ansetzte.
Überschattet wurde die Wahl von der globalen Wirtschaftskrise, die sich in Moldawien besonders heftig bemerkbar macht. Der monatliche Durchschnittsverdienst liegt umgerechnet bei 245 Euro; der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für dieses Jahr einen drastischen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um neun Prozent.
(ap/halp)
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F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.
Verfasst am: 30.7.2009 16:28
Im Gegenteil
Gerade der Wechsel der Regierungen bringt Länder... mehr
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P. Beutler, Leissigen
Verfasst am: 30.7.2009 9:54
Der Kommentar von DRS-Korrespondent Peter Gysling
hat die Sache differenziert.Dieses Ergebnis wurde... mehr
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F. Frei, Buriram
Verfasst am: 30.7.2009 6:07
Und beim nächsten Mal wieder die Kommunisten
Das ist wie in D oder USA. Nach einger Zeit sind... mehr
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