International
Iran: Mit Schlagstöcken gegen Trauernde
Iranische Sicherheitskräfte haben in Teheran eine Trauerfeier zum Gedenken an die Opfer der jüngsten Proteste aufgelöst. Die Polizei ging nach Angaben von Augenzeugen mit Schlagstöcken gegen die Trauernden vor. Offenbar gab es auch Festnahmen.
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Mehrere hundert Menschen hatten sich am Grab von Neda Agha-Soltan versammelt. Die junge Frau war vor 40 Tagen bei Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad getötet worden. Ihr Tod wurde zum Symbol der Protestbewegung.
Darauf skandierten die mehreren hundert Demonstranten «Allah'u Akbar» (Gott ist gross) und «Tod dem Diktator». Die Polizei, die zu mehreren Hundert angerückt war, trieb die Menge auf dem grossen Friedhof Behescht-e Sahra im Süden Teherans mit Knüppeln auseinander. Demonstranten warfen Steine gegen die Sicherheitskräfte.
Auch anderswo wollten sich Oppositionsanhänger mit brennenden Kerzen zum Gedenken an die Toten versammeln. Offiziell waren bei den Protesten der Oppositionsanhänger 20 Menschen ums Leben gekommen. Ein iranischer Abgeordneter hatte vor kurzem aber von 30 Todesopfern gesprochen.
Die Behörden hatten vergangenen Woche einen Antrag der Oppositionsführer Mussawi und Mehdi Karrubi abgelehnt, auf dem Teheraner Mosalla-Gebetsplatz eine öffentliche Trauerfeier zu veranstalten.
Trotzdem versammelten sich am Nachmittag tausende Menschen auf dem Platz, wie Zeugen berichteten. Die Polizei versuchte demnach, die Demonstranten zu vertreiben, hunderte Autofahrer drückten aus Protest ihre Hupen.
Für Zündstoff sorgen auch die nach wie vor inhaftierten Regierungsgegner - nach offiziellen Angaben sind es ungefähr 250. Der frühere Präsident Mohammed Chatami warf den Justizbehörden «Verbrechen» gegen inhaftierte Oppositionelle vor.
Die Schliessung eines Gefängnisses sei nicht wegen mangelnder Hygiene angeordnet worden, erklärte der reformorientierte Politiker auf seiner Website. «Nein. Es wurden Verbrechen begangen. Menschenleben gingen verloren», fügte Chatami hinzu.
Am Montag hatte der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei angeordnet, ein Gefängnis im Süden Teherans wegen nicht erfüllter «Standards» zu schliessen. Am Wochenende hatte es Berichte darüber gegeben, dass zwei Demonstranten im Gefängnis ums Leben gekommen seien.
Nach Berichten amtlicher Medien wurden bei den Protesten zwischen 1000 und 2000 Menschen verhaftet, die meisten von ihnen inzwischen wieder freigelassen. Am Samstag soll der erste Prozess gegen 20 Inhaftierte starten. Ihnen werden Gewalt gegen Sicherheitskräfte und Waffenbesitz vorgeworfen.
US-Aussenministerin Hillary Clinton forderte die iranische Regierung auf, die festgenommenen Demonstranten aus den Gefängnissen zu entlassen. Die Berichte über die andauernde Haft und die Misshandlungen politischer Gefangener zeige, dass die politische Krise im Iran noch nicht gelöst sei.
(agenturen/hues/bers)
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E. Anywhere, St. Burnaby
Verfasst am: 31.7.2009 8:39
Bin nicht Ihrer Meinung
Was haben verbrecherische Banker und... mehr
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A. Raschle, Abtwil SG
Verfasst am: 30.7.2009 16:21
Ja, aber...
... diese Freiheit und der Frieden muss immer... mehr
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F. Helali, Zürich
Verfasst am: 30.7.2009 15:07
Es lebe die Freiheit
Der Schah hat auch die selben Mehoden angewandt,... mehr
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