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Nationalratspräsidentin wird Dalai Lama treffen

Mittwoch, 15. Juli 2009, 17:41 Uhr, Aktualisiert 17:50 Uhr

Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi (CVP/TI) wird sich Anfang August mit dem Dalai Lama treffen. Nicht im Raum stehe weiterhin, dass ein Vertreter der Landesregierung mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter anlässlich dessen Besuch in Lausanne zusammenkomme, sagte ein EDA-Sprecher.

Chiara Simoneschi-Cortesi läutet im Nationalratssaal die Glocke
«Rücksicht auf chinesische Befindlichkeiten»: Anstelle des Bundesrates wird die Nationalratspräsidentin den Dalai Lama empfangen. (keystone)

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Die höchste Schweizerin zeigte sich auf Anfrage des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) für ein Treffen bereit.

Der Bundesrat hatte an seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien beschlossen, keine offizielle Regierungsdelegation zu entsenden, wie Bundesratssprecher Andre Simonazzi zu Medienberichten bestätigte.

«Die Möglichkeit eines informellen Treffens wurde jedoch offen gelassen», sagte Simonazzi. Wann und wo genau die Begegnung zwischen Simoneschi-Cortesi und dem Dalai Lama stattfindet, ist laut dem Sprecher noch nicht bestimmt.

Der 74-Jährige weilt am kommenden 4. und 5. August in Lausanne. Bei seinem letzten Besuch in der Schweiz im Sommer 2005 hatte sich Innenminister Pascal Couchepin offiziell mit dem Dalai Lama getroffen. Die im vergangenen Herbst geplante Reise in die Schweiz und andere europäische Länder hatte das tibetische Oberhaupt aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen.

Die im vergangenen Herbst geplante Reise in die Schweiz und andere europäische Länder hatte das tibetische Oberhaupt aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Kritik am Verzicht des Bundesrats, den Dalai Lama zu treffen, übte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

Sie forderte die Landesregierung in einer Stellungnahme auf, ihre «offensichtliche Rücksichtnahme auf offizielle chinesische Befindlichkeiten abzulegen» und den Dalai Lama offiziell zu empfangen.

Der Verzicht auf eine direkte Begegnung könnte ihrer Ansicht nach von Chinas Regime als «weiterer Bückling» interpretiert werden. Nach wie vor in schlechter Erinnerung sei der Besuch des chinesischen Premiers im vergangenen Januar, als das Grundrecht der freien Meinungsäusserung ausser Kraft gesetzt und friedliche Demonstrationen von Exiltibetern mit einem Polizeieinsatz vorzeitig beendet worden seien, hält die GfbV weiter fest.

(sda/sper)

Kommentare aktiv...

E. Anywhere, St. Burnaby

Verfasst am: 17.7.2009 9:54

Wenn zur Zeit

keine Wirtschaftsverträge mit China offen sind... mehr

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S. Hedin

Verfasst am: 16.7.2009 21:55

CVP-Exhortation betreffs Evangelisation

Was die Schweiz an Intrigen, Impertinenzen,... mehr

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J. grunberg, berlin

Verfasst am: 16.7.2009 15:31

warum eigentlich nicht der BR?

Es ist doch Schade, das der BR mit Merz an der... mehr

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