Wirtschaft
Die Lage von Quelle spitzt sich zu
Die Lage des insolventen deutschen Versandhauses Quelle spitzt sich weiter zu: Die Druckereien haben Produktion und Auslieferung des Hauptkatalogs komplett gestoppt. Nicht aber in der Schweiz: Der Schweizer Ableger kann den Herbst- und Winter-Katalog im Gegensatz zur Muttergesellschaft in den nächsten Tagen planmässig verschicken.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Quelle Schweiz ist nach eigenen Angaben vom Insolvenzverfahren nicht betroffen. Das Unternehmen habe sowohl 2008 als auch im ersten Halbjahr 2009 schwarze Zahlen geschrieben, sagte eine Sprecherin.
Anders in Deutschland: Die Auslieferung und Produktion des Kataloges wurden komplett gestoppt. Hintergrund sind die Befürchtungen zweier Druckereien, dass die Arbeiten nicht bezahlt werden und sie auf ihren Kosten sitzenbleiben. Der Katalog ist jedoch für das Überleben von Quelle entscheidend.
Ein Sprecher des Versandhauses bestätigte, dass Quelle trotz des von der Politik bewilligten Kredits über 50 Millionen Euro noch nicht über Liquidität verfüge. Man hoffe, dass die Zahlungsfähigkeit Mitte nächster Woche wieder hergestellt sei.
Der Insolvenzverwalter geht ebenfalls davon aus, dass die Valovis-Bank bis zum kommenden Mittwoch die Zahlungen an Quelle wieder aufnehmen könne. Die Bank aus Essen, welche die Finanzgeschäfte für das Versandhaus abwickelt, hat Quelle nach der Insolvenzanmeldung von jeglichen Geldströmen abgeschnitten.
Der Katalog wird etwa zu einem Drittel von der Schlott-Gruppe und zu zwei Dritteln von Prinovis produziert. In geringem Umfang ist zudem auch die Druckerei Print-Forum beteiligt. Quelle lässt rund acht Millionen Exemplare vom Katalog drucken.
Der Bund sowie die Bundesländer Bayern und Sachsen hatten zur vorläufigen Rettung von Quelle am Montagabend einen Kredit über 50 Millionen Euro zugesagt. Die Europäische Kommission hatte am Dienstag grünes Licht gegeben.
(sda/sidd)
Meldungen im Tagesverlauf
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid
- ISS-Bewohner packen den Drachen aus
- Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
- Löw streicht Quartett aus EURO-Kader
- Ägypten: Ex-Regime-Mann gegen Islamist in Stichwahl
- Djokovic souverän in Runde 2
- Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
- Rumänien auf der Suche nach neuen Stars
- Serbien: Abgewählter Tadic will neuer Regierungschef werden


Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Jugendliche jagten Briefkästen in die Luft
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
«Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»












