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Langenthal bekommt ein Minarett

Donnerstag, 2. Juli 2009, 19:21 Uhr

Die Stadt Langenthal hat die Baubewilligung für den Bau eines Minaretts erteilt. Der Sakralbau soll auf einem bestehenden Vereinslokal der Islamischen Glaubensgemeinschaft Langenthal entstehen.

Zwei rotweiss-wehende Fahnen vor Turm mit spitzem baluem Dach und Goldverzierungen
Nach Wangen bei Olten soll nun auch Langenthal ein Minarett bekommen (keystone)

Neben dem Minarett ist auf dem Gebäude zudem eine Dachkuppe geplant. Auch die Fassade des Gebäudes wird saniert. Auf Gebetsrufe eines Muezzins werde ausdrücklich verzichtet, wie der Langenthaler Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) sagte.

Der Bauentscheid kann innert 30 Tagen beim Kanton Bern angefochten werden. Er könne sich vorstellen, dass der nun vorliegende Entscheid allenfalls angefochten werden könnte, führte Rufener aus.

Das geplante Minarett hatte in Langenthal für heftige Reaktionen in der Bevölkerung gesorgt. So wurden beispielsweise Unterschriften für eine Petition gegen den Minarettbau gesammelt. In einem ersten Anlauf gingen gegen das Baugesuch aus der Nachbarschaft rund 70 Beschwerden ein. Der Kanton Bern trat auf die Beschwerden ein und so mussten die Gesuchsteller nochmals über die Bücher und ihr Gesuch insbesondere mit einem Betriebs- und Nutzungskonzept ergänzen.

Wie aufgeladen die Stimmung zeitweise war, zeigte nicht zuletzt auch der Wirbel um ein temporäres Kunst-«Minarett», das im Rahmen einer Ausstellung 2008 auf dem Dach des Kunsthauses Langenthal montiert wurde. Der Gemeinderat entschied schliesslich, dass die Kunstinstallation bis zum Ende der Ausstellung dort bleiben konnte.

In Wangen bei Olten ist Ende Juni ein mindestens ebenso umstrittenes Minarett eingeweiht worden. Weitere Minarette gibt es seit vielen Jahren in Genf, Zürich und Winterthur. In Langenthal steht im übrigen auch ein auffälliges Bauwerk einer anderen Religionsgemeinschaft. Dieser Sikh-Tempel war indessen in der Bevölkerung nie umstritten.

Das Seilziehen um die geplanten Minarette in Wangen und Langenthal war Auslöser für die Anti-Minarett-Initiative. Ein Komitee aus SVP- und EDU-Politikern hatte die Initiative im Juli 2008 eingereicht.

Der Initiativtext besteht aus einem einzigen Satz «Der Bau von Minaretten ist verboten.» Die eidgenössischen Räte lehnen die Initiative ab. Das letzte Wort wird das Volk haben.

(sda/olsm)

Kommentare aktiv...

P. Jegerlehner, Ostermundigen

Verfasst am: 3.7.2009 18:46

E. Walther

Sie schreiben: Der Islam wird von selbst kommen.... mehr

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M. Wegli, Lichterstadt

Verfasst am: 3.7.2009 14:26

Die "Mittel", die Sie nennen,...

..sind Verbrechen und haben mit dem Islam nichts... mehr

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M. Wegli, Lichterstadt

Verfasst am: 3.7.2009 14:11

Ihr Unglück,...

..denn Sie scheinen da einiges gehörig... mehr

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