Schweiz
Kokain und Heroin zum Spottpreis
Die repressive behördliche Haltung gegenüber Hanf zeigt Wirkung. Die weiche Droge ist heute bis zu 50 Prozent teurer als zu Zeiten der blühenden Hanf-Shops. Dafür sind harte Drogen wie Kokain und Heroin so billig wie noch nie. Dies haben «Rundschau»-Recherchen am Beispiel der Stadt St. Gallen ergeben.
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«Ich finde es krass, dass man heute schneller an ein Gramm Kokain oder an eine Pille herankommt als an ein Gramm Gras oder überhaupt an einen Joint», sagt ein 25-Jähriger namens Basil in St. Gallen. Der Handel findet heute meist unter Freunden statt. Wer niemanden kennt, dem bleibt nur der Dealer auf der Gasse.
Eine Befragung der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme belegt, dass heute bereits 13 Prozent der Cannabis-Konsumierenden ihren Stoff beim Dealer beziehen. Tendenz steigend.
Die Repression hat die Preise für Cannabis hochschnellen lassen. «Früher hat man 8 Franken für ein Gramm bezahlt - heute sind es 12 bis 15 Franken», sagt Basil.
Ganz anders die Situation bei den harten Drogen wie Kokain und Heroin. Recherchen der «Rundschau» bei Gassenkennern haben ergeben, dass heute eine Dosis Heroin, ein sogenanntes Brieflein, nur 15 bis 20 Franken kostet. Dosen von vergleichbarer Qualität waren früher nicht unter 100 Franken zu haben. Dasselbe Bild beim Kokain: ein Gramm von guter Qualität ist bereits für 100 Franken erhältlich. Zum Vergleich: Früher kostete die gleiche Menge doppelt soviel.
«Heroin kriegt man an jedem Bahnhof. Jeder 14-jährige kommt an Heroin heran, wenn er will. Einmal kurz durch Zürich laufen und du wirst von 10 bis 20 Leuten angehauen, die dir Heroin verkaufen wollen», sagen die 18-jährige Noemi und ihr 21-jähriger Freund Cyrill der «Rundschau».
Und die 15-jährige Julia meint: «Wenn man die Dealer kennt, bieten sie dir solchen Stoff irgendwann auch an. Und dann muss man genügend stark sein, um Nein sagen zu können.» Kokain hat die minderjährige Ostschweizerin bereits probiert.
Die behördliche Repression gegenüber dem Handel mit Hanf ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Bilanz sei ernüchternd, sagt Jürg Niggli, Leiter der Suchthilfe der Stadt St. Gallen: «Die Repression hat nichts gebracht, man sieht es ja. Wir haben eigentlich dieselbe Situation wie vor 10 Jahren. Wir haben keine Erfolge erzielt in der Prävention bezüglich Cannabis-Konsum.»
(sf/stom)
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D. richter, Surry Hills
Verfasst am: 2.7.2009 6:40
Bundesraete
am besten waelt ihr dan auch noch bekiffte... mehr
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D. richter, Surry Hills
Verfasst am: 2.7.2009 6:33
dealer
wer reich wird sind nicht die kiffer, sondern die... mehr
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M. Christoffel, Zürich
Verfasst am: 2.7.2009 3:56
Wer will, der kann
Wer will, erhält problemlos Drogen; wer nicht... mehr
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