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FDP wird von Pharma-Multis hofiert

Mittwoch, 1. Juli 2009, 21:21 Uhr, Aktualisiert 02.07.2009, 8:01 Uhr

Bundesrat Pascal Couchepin und dessen Gesundheitspolitik stehen allseits in der Kritik. Nun fällt der Fokus auch auf seine Partei, die FDP. Kritiker werfen ihr vor, sie gewichte die Interessen der Pharmaindustrie ungebührlich. Eine «10 vor 10»-Recherche zeigt, dass dies nicht unbegründet ist.

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FDP-Parlamentarier eng mit Pharmalobby verbandelt

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Die Vertreter der FDP pflegen gute Beziehungen. Nicht nur innerhalb der Partei, sondern auch zur Wirtschaft. Insbesondere mit der Pharmaindustrie ist die Partei von Gesundheitsminister Pascal Couchepin hervorragend vernetzt.

Eine Analyse von «10vor10» zeigt: Parlamentarier der FDP pflegen tatsächlich intensive Kontakte zur Pharmalobby. Ausgangspunkt ist das Sekretariat der FDP.

Der Parteisekretär Bruno Henggi wechselte letztes Jahr in die Geschäftsleitung der Interpharma - der Lobbyorganisation von Pharmariesen wie Roche und Novartis. Henggi hat freien Zutritt zum Bundeshaus, denn der Pharmalobbyist hat eine Besucherkarte von FDP-Fraktionspräsidentin Gabi Huber.

In einem «10 vor 10»-Interview anlässlich der FDP-Delegiertenversammlung gab Huber zu ihren Pharma-Beziehungen Auskunft, zog ihre Aussagen dann aber wieder zurück. Drei Tage später liess sie sich erneut vernehmen und betonte ihre Resistenz gegen eine Beeinflussung seitens Henggis.

Einer der aktivsten Pharmalobbyisten im Bundeshaus ist Thomas Cueni. Cueni ist Geschäftsführer der Interpharma, Dachverband der Pharmaindustrie. Auch er hat als Gast von FDP-Ständerat Hans Altherr (AR) eine Besucherkarte zum Bundeshaus. Auch Gastgeber Altherr betont seine Unabhängigkeit.

Ein weiterer Pfad führt aus dem FDP-Sekretariat zur PR Agentur Burson Marsteller, wichtiger Kunde der Pharmariesen Roche und Novartis. Marie Louise Baumann ist in dieser Agentur Senior Consultant mit Spezialgebiet Pharma.

Bis zum Jahr 2000 war Baumann Sekretärin der FDP. Auch Baumann kann ins Bundeshaus - dank einer Besucherkarte von FDP-Nationalrätin Marianne Kleiner (AR). Auch Kleiner verteidigt sich, sie treffe ihre Entscheidungen völlig unabhängig von der Pharmalobby, Baumann sei lediglich eine Freundin.

Auch der neue Generalsekretär der FDP, Stefan Brupbacher, hat seine Kontakte zur Pharmaindustrie, war er doch früher bei der Novartis Berater von CEO Daniel Vasella. Nach einem Abstecher zur Economiesuisse wechselte er zur FDP.

Zu den Kritikern gehört SP-Gesundheitspolitikern Simonetta Sommaruga. Sie hegt ihre Zweifel an der Unabhängigkeit der FDP. Auch der Politologe Michael Hermann ist erstaunt über die intensiven Kontakte zwischen der FDP und der Pharmalobby.

(sf/from)

Kommentare aktiv...

F. Waldmeier, Oberwil

Verfasst am: 3.7.2009 15:49

Wohlstand dank Pharma

Merkwürdig. Die Bauern kosten uns Milliarden,... mehr

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M. Wunderlin, -

Verfasst am: 3.7.2009 5:08

Bandenwerbung im Ratsaal

Uiih super und im Nationalratssaal machen wir... mehr

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J. simon, erlach

Verfasst am: 3.7.2009 1:03

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