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Ausser Polizeichef Mutaiullah Chan Kateh seien in der südlichen Provinz der Chef der Kriminalpolizei und mindestens vier weitere Polizeibeamte ums Leben gekommen, sagte der Chef des Provinzrats, Ahmed Wali Karsai. Afghanische Polizisten und von den US-Truppen ausgebildete afghanische Sicherheitskräfte hatten demnach aufeinander geschossen.
Zwischenfall in Büro der Staatsanwaltschaft
In einer in Kabul verbreiteten Erklärung von Präsident Hamid Karsai heisst es, zu dem Schusswechsel sei es im Büro der Staatsanwaltschaft in der Stadt Kandahar gekommen, als die afghanischen Sicherheitsleute die Auslieferung von zwei Gefangenen erzwingen wollten. Nachdem der örtliche Staatsanwalt die Polizei zu Hilfe gerufen habe, sei die Lage eskaliert.
Wenig später erklärte der Gouverneur von Kandahar, Thorjalai Wesa, dass 41 private Sicherheitsleute entwaffnet und festgenommen worden seien und nun nach Kabul überstellt würden, wo sie vor ein Militärgericht kommen sollten.
Von USA ausgebildet
Nach übereinstimmenden Quellen handelte es sich bei den genannten Sicherheitskräften um private Sicherheitskräfte, die von der US-Armee angestellt und in Unruheregionen eingesetzt werden.
Ein US-Armeesprecher bestätigte einen «Vorfall», bei dem es offenbar Opfer unter der afghanischen Polizei gegeben habe. Die US-Streitkräfte wiesen eine Beteiligung an dem Zwischenfall jedoch zurück. Es habe sich um einen Schusswechsel zwischen Afghanen gehandelt.
Augenzeugen zufolge waren bei dem Schusswechsel auch US-Truppen anwesend. Es ist jedoch unklar, ob die US-Soldaten sich an dem Schusswechsel beteiligten.
(sda/ap/hesa)
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