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Hooligans: Maurer unterstützt Internet-Fahndung

Dienstag, 23. Juni 2009, 20:01 Uhr, Aktualisiert 24.06.2009, 8:39 Uhr

Der sechste «Runde Tisch zur Bekämpfung von Gewalt im Sport» will Übeltäter in und um Fussball- und Eishockeystadien besser identifizieren und unterstützt somit die Internet-Fahndung nach Chaoten. Zudem sprach man sich für ein Verbot von Raketen, eine Verbesserung der Fanarbeit und die Einführung einer Fancard aus.

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Der Gewalt im Sport entgegentreten

«Es muss für die Fans klar werden, dass die Kontrollen nochmals verschärft werden», sagte Sportminister Ueli Maurer gegenüber der «Tagesschau». Die Fans müssten wissen, dass sie erkannt und notfalls auch aus den Stadien ausgeschlossen werden können. Man wolle vermehrt auf die Sozialkontrolle setzten und sagen: «He, passt doch auf eure Kollegen auf, die über die Schnur hauen.»

Es gehe nicht darum, Leute an den Pranger zu stellen, sagte Maurer vor den Medien. Wo aber ein Verdacht vorliege und die mutmasslichen Täter nicht identifiziert seien, solle die Polizei im Internet nach ihnen fahnden können. Die Identifikation von «Übeltätern» soll gleichzeitig generell verbessert werden.

Weiter haben sich die Beteiligten des Runden Tischs dafür ausgesprochen, das Verbot von Fackeln und Leuchtraketen besser durchzusetzen. Zudem sollen verschiedene Einschränkungen des Alkoholangebots bis hin zum Verbot getestet werden. Und auch bei der Fanarbeit will der Runde Tisch Fortschritte machen. Es seien ja nicht alles Übeltäter, sagte Maurer. Der grösste Teil der Fans wolle einen interessanten Match sehen.

Eine «Fancard» zur Identifikation der Fans und Anstrengungen in der Ausbildung der Sicherheitskräfte und der Fanarbeiter sind weitere Ziele.

Maurer dämpfte aber die Erwartungen an den Runden Tisch: «Der Glaube, es würden nur noch Fussballspiele ohne Krawalle stattfinden, wäre auch naiv. Man kann das eindämmen, aber ganz ausschliessen wird man das wohl kaum können», sagte er gegenüber der «Tagesschau».

Wie Bundesrat Ueli Maurer darlegte, ist Gewalt in den Stadien nicht nur eine Angelegenheit des Sportes. Im Sport bildeten sich gesellschaftliche Probleme ab. Sie zu bekämpfen, sei eine «Daueraufgabe». Der Runde Tisch mit den Sportverbänden, Bund und Kantonen werde deshalb weitergeführt.

(sf/sda/ap/sprm)

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